Besserung in Sicht

Auslastung der Hardtwaldklinik II in Bad Zwesten steigt wieder

Wieder auf einem gesunden Weg: Die Reha-Kuren in der Klinik oberhalb von Bad Zwesten sind wieder stärker gefragt. Foto: Thiery

Bad Zwesten. Die Bilanz für die Hardtwaldklinik II in Bad Zwesten im Jahr 2013 war ernüchternd: Die Belegung der Betten in der Rehabilitation war im Vergleich zu den Jahren zuvor um 30 Prozent gesunken. Jetzt ist die Klinik wieder auf dem Weg der Genesung. 

In den vergangenen drei Monaten habe die Belegung der Betten im Rehabereich im Durchschnitt wieder eine gute Auslastung erreicht, sagte der Geschäftsführer der Wickerkliniken, Dr. Karl-Heinz Vornholt.

Wegen der Zunahme der psychosomatischen Erkrankungen wurden im Jahr 2012 bundesweit 3000 neue Betten geschaffen. Dieses Angebot habe sich auf die Nachfrage in Zwesten ausgewirkt, so Vornholt. Eine Kommission der Rentenversicherung habe Mitte 2012 die Klinik besucht und beurteilt und mitgeteilt, dass die Fallkosten in der Bad Zwestener Klinik zu hoch seien. Die Fallkosten errechnen sich aus Verweildauer der Patienten und den Tagessätzen.

„Das kam für uns überraschend“, sagte Vornholt. In der Folge seien die Belegungszahlen in der HWK 2 im ersten Halbjahr 2013 auf 1042 Patienten gesunken. Es habe nicht am Angebot oder der Qualität gelegen, so Vornholt.

Diesen Rückgang habe die Wickergruppe insgesamt tragen können, auch weil die Zahl der Akutpatienten erhöht wurde. Deshalb wurde kein Personal abgebaut. Die Klinik beschäftigt 212 Mitarbeiter.

Jetzt sei man durch dieses Tal hindurch. „Die Belegungszahlen steigen an und erreichen nahezu das Niveau der Jahre zuvor.“

Schon zu Beginn des vergangenen Jahres sei eine Delegation in Berlin bei der Deutschen Rentenversicherung gewesen und habe die Pflegesätze für das Jahr 2014 fest gelegt. Dabei habe man auf eine geplante Erhöhung der Tagessätze um 3,5 Prozent verzichtet und die Aufenthaltsdauer in der Reha von 37,8 Tagen auf 36,3 Tagen gesenkt.

Seit Oktober vergangenen Jahres steige die Belegung wieder und erreiche Vorjahreszahlen. „Ich hoffe, das ist kein Strohfeuer“, sagte Vornholt.

Im Durchschnitt der vergangenen Jahre behandelte die Klinik 2200 Patienten im Jahr. Die Klinik habe zum Ausgleich mehr Akutbetten vom Land Hessen bekommen und dazu das Konzept umgestellt.

Man spezialisiere sich nun auf Traumatherapie und biete berufsspezifische Angebote für posttraumatische Belastungsstörungen an.

Feuerwehr und Polizei

Zielgruppe seien etwa Feuerwehrleute und Polizisten, die nach schwierigen Einsätzen psychologische Betreuung brauchen. Dazu sei die Internetseite der Klink aufgebessert worden. Sie soll Patienten die Angebote schmackhaft machen. Bei Rehabilitationen haben sie ein Wunsch- und Wahlrecht, wo sie kuren wollen und können dies bei der Rentenversicherung angeben. www.hardtwaldklinik2.de

Quelle: HNA

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