Bestattung im Grünen: Ellenberger sammelten Vorschläge für Umgestaltung des Friedhofes

Volker Bernhardt, Ortsvorsteher Ellenberg

Ellenberg. Die Neugestaltung der Friedhöfe in der Gemeinde Guxhagen ist Thema einer eigens dafür gegründeten Friedhofskommission. Für den Ortsteil Ellenberg hat der Ortsbeirat bereits konkrete Vorschläge zur Umgestaltung gemacht.

Die Ellenberger wünschen sich alternative Bestattungsformen wie Rasengrabstätten oder Baumbestattungen. Für eine zügige Umgestaltung haben 106 der 680 Einwohner mit in einer Unterschriftenaktion des Ellenberger Ortsvorstehers Volker Bernhardt plädiert. „Man muss das Rad in Ellenberg nicht neu erfinden. Mir ist wichtig, dass es für die Bürger eine Rechtssicherheit gibt, die die Art der Bestattung regelt“, sagt Bernhardt.

Im Gestaltungsbereich oberhalb des Weges zur Friedhofskapelle soll weiterhin Platz für Urnengrabstätten sein – mit Erhalt der Ehrengräber. Im Bereich unterhalb des Weges sollen die Rasengrabstätten getrennt nach Sarg- und Urnengräbern sowie anonymen Bestattungen angeordnet werden. Das Grabfeld für die anonymen Bestattungen soll dabei im unteren Bereich ab der Straße Steinfeld entstehen.

Im Bereich der gepflanzten Bäume sollen nach dem Vorschlag des Ortsbeirates Baumgräber angelegt werden. Zudem sollen alle Grabfelder über einen halbkreisförmigen Weg ober- und unterhalb des Friedhof-Hauptzugangs erreichbar sein. Der Ortsbeirat schlägt vor, die Wege aus ökologischen Gründen mit Verbundsteinpflaster anzulegen. Dazwischen sollen halbhohe Laubbäume gepflanzt werden – vorzugsweise Kugelahorn. Im gesamten Gestaltungsbereich will man außerdem Rotbuchen oder Ahornbäume setzen sowie Büsche zur Abgrenzung der einzelnen Grabfelder. Bei der Gestaltung der Rasengrabstätten soll es die Möglichkeit geben, Grabmäler aus natürlichen Wertstoffen wie Stein, Metall und Holz auf einer bodengleich eingelassenen Platte zu errichten – entweder stehend, schräg oder liegend.

Geringer Pflegeaufwand

Um den Pflegeaufwand der Rasengräber für die Mitarbeiter des Bauhofes so gering wie möglich zu halten, dürften sowohl das Grabmal als auch der Grabschmuck nicht über die Bodenplatte hinausragen. Im Grabfeld für anonyme Bestattungen sowie bei den Baumgräbern ist laut einer Mitteilung des Ortsvorstehers kein Platz für Grabmäler und -schmuck vorgesehen.

Vorschläge prüfen

Die Friedhofskommission wird sich nun mit den Gestaltungsvorschlägen für die Friedhöfe der fünf Guxhagener Ortsteile auseinander setzen, da jeder Ort eigene Vorstellungen hat. „Die Friedhöfe unterliegen einer einheitlichen Satzung. Die Kommission prüft nun die einzelnen Vorschläge, um durch den Gemeindevorstand eine Änderung der Friedhofsatzung veranlassen zu können“, sagt Guxhagens Bürgermeister Edgar Slawik. Nur so könne den Wünschen der Bürger Rechnung getragen werden. Wie die Umgestaltungen konkret aussehen werden, könne er daher noch nicht sagen. (nsk)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare