Felsberger Weinfest lockte 300 Besucher an

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Stießen mit Wein und Bier an:von links Victoria Hilgenberg, Michael Metz, Nina Proksch, Volker Proksch, Karina Hilgenberg, Daniela Blum und Sascha Kaiser gehörten zu den zahlreichen Besuchern des Weinfests am Samstagabend.

Felsberg. Trocken, feinherb oder feinfruchtig - ganz egal welche Vorlieben die 300 Besucher des Felsberger Weinfestes hatten, am Samstagabend war für jeden Geschmack etwas dabei. An vier Ständen gab es sowohl Wein aus der Region als auch aus ganz Europa zu kosten - von Riesling über Dornfelder bis zum Burgunder.

Die Vereinsgemeinschaft und die Stadt Felsberg hatten zum Fest im gemütlichen Ambiente der Altstadt mit Blick auf die Felsburg geladen. Mit dabei war selbstverständlich auch der Förderverein Böddiger Berg mit dem Jahrgang 2013.

Der Trockene vom nördlichsten Weinberg Hessens ist nicht nur zum Weinfest begehrt. Daher war der Vorrat an Flaschen in manch einem Jahr schon mal knapp. „Wir haben in diesem Jahr genug dabei“, sagte der Vorsitzende des Fördervereins, Klaus Stiegel und stieß sogleich mit Bürgermeister Volker Steinmetz und Heike Miedler, der Vorsitzenden der Vereinsgemeinschaft, auf einen erfolgreichen Abend an.

Wer sich eine gute Grundlage mit den auf dem Marktplatz angebotenen Käsebrötchen, Suppe und Zwiebelkuchen oder Laugenbrezeln, Bratwurst und Pommes geschaffen hatte, dem stand das ganze Repertoire an Weinen offen. Das Weingut Silbernagel aus Ilbesheim in der Pfalz, seit 30 Jahren familiär mit der Stadt Felsberg verbunden, bot 15 verschiedene Weine an, „Die kleine Kneipe“ aus Felsberg wartete mit drei Rieslingen und einem Dornfelder von der Mosel auf und Ute und Jochen Pschibul hatten die Lieblinge aus dem Sortiment an Bioweinen aus ihrer Felsberger Weinhandlung dabei.

Es dauerte nicht lange, bis sich der Marktplatz füllte. Für musikalische Unterhaltung am Abend sorgte die Zweimann-Band Casablanca mit einer Mischung aus Schlager, Oldies und Rock - und animierte einige Besucher zum Tanzen.

Begonnen hatte das Weinfest bereits am Freitagabend mit dem Kulturabend, zu dem Medizin-Kabarettist Lüder Wohlenberg und das Udo Lindenberg-Double Karsten Bader gekommen waren. Letzterer sang mit Hut, Sonnenbrille und näselnder Stimme Hits wie „Hinterm Horizont“, „Sonderzug nach Pankow“ oder „Ich mach mein Ding“. Wäre er nicht als Double angekündigt worden, wäre kaum aufgefallen, dass nicht der echte Lindenberg auf der Bühne stand.

Bader riss sein Publikum mit seinen rockigen Tanzeinlagen von Anfang an mit. Trotz der kalten Temperaturen hatte sich das Zelt auf dem Marktplatz mit etwa 70 Besuchern gut gefüllt und Karsten Bader verlegte seinen Auftritt mitten in die Zuschauerreihen: „Ich mag es publikumsnah und beziehe meine Fans gerne mit ein“, sagte Bader. Er ist eines der wenigen Doubles, die der wahre Lindenberg selbst empfiehlt. Warum, bewies der Double-Künstler bei seinem Auftritt: „Während des Konzertes habe ich einfach mal die Augen geschlossen und seiner Stimme gelauscht, ich habe kaum einen Unterschied gemerkt“, sagte Doris Semmler, stellvertretende Ortsvorsteherin von Felsberg.

Aber auch Lüder Wohlenberg heizte die Stimmung am Abend an. Als selbsternannter Profipatient oder Arzt erzählte er lustige Begebenheiten rund um Krankheiten und Medikamente. Beispielsweise auch, wie sehr Ärzte Fußball lieben und sich immer wieder über die interessanten Krankheitsversprecher wie der „Schambeinreizung“ während der Spiele wundern und wie sehr sie es hassen, selbst krank zu werden.

„Will man wirklich von dem Kollegen operiert werden, dem man im Studium erklärt hat, welche Medikamente gegen welche Krankheit helfen?“, fragte sich der Arzt. Und so wurde den Abend viel gelacht und zur Musik getanzt und gesungen. (zen/zns)

Quelle: HNA

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