Zukunftskonferenz im Frühjahr zum Thema Energiewende in Wolfhagen

Wolfhagen. Die Stadt Wolfhagen will die Energiewende, eine nachhaltige Versorgung aus erneuerbaren Energiequellen: Wind, Sonne und Biomasse. Und auch Elektromobilität, Energieeinsparung und Gebäudesanierung stehen dabei im Blickpunkt.

Gelingen wird das ehrgeizige Vorhaben nur, wenn es auch von einem Großteil der Bevölkerung mitgetragen wird. Im Frühjahr soll deshalb in Wolfhagen eine Zukunftskonferenz stattfinden, teilte am Donnerstag Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake mit.

Bei der Konferenz, die neutral moderiert werde, gehe es um umfassende Information der Bürger, vor allem aber sei deren Mitwirkung an der Veranstaltung wesentlich.

Unter dem Motto „Die Energiewende in Wolfhagen“ sollen Vor- und Nachteile der verschiedenen erneuerbaren Energiequellen erarbeitet und diskutiert werden, so Schaake. Themenschwerpunkte seien der Mehrwert, der durch eine zukunftsfähige Energiegewinnung für die Stadt Wolfhagen, aber auch für den einzelnen Bürger entstehe, die Windkraftanlagen auf dem Rödeser Berg und die in Vorbereitung befindliche Bürger-Energie-Genossenschaft. Darüber hinaus haben alle Beteiligten die Möglichkeit, Wünsche und Befürchtungen bezogen auf die zukünftige Energiepolitik einzubringen.

Die Stadt Wolfhagen habe ein Flächennutzungsplanverfahren eingeleitet, „um auf der Basis eines qualifizierten Gutachtens die zukünftigen Standorte für Windkraftanlagen unter dem Gesichtspunkt der Umweltverträglichkeit festzulegen“, erklärte der Bürgermeister weiter.

Irreführend

„Irreführend“ sei die Darstellung der Bürgerinitiative „Keine Windräder in unseren Wäldern“, dass mit den Beschlüssen der Stadtverordneten der bestehende Flächennutzungsplan außer Kraft gesetzt worden sei. Schaake: „Richtig ist vielmehr, dass mit den getroffenen Beschlüssen die entsprechenden öffentlich-rechtlichen Verfahren eingeleitet werden. Unter anderem soll - wie von der BI gefordert - ein sachlicher Teilflächennutzungsplan Windkraft aufgestellt werden.“

Die Beteiligung der Wolfhager Bürger sei ein wichtiger Teil des Verfahrens und werde unter anderem in Form der Zukunftskonferenz umgesetzt. Dieser Schritt soll zu einer sachlichen Information rund um die Energiepolitik Wolfhagens beitragen und gleichzeitig das geforderte und von der Stadt getragene transparente Verfahren im Rahmen der Bauleitplanung sicherstellen.

Die Ziele der BI und der Stadt Wolfhagen seien damit im Grundsatz identisch: „Verfolgt wird ein öffentliches Verfahren, um die Energiepolitik rechtlich und demokratisch abzusichern“, so Reinhard Schaake. (nom)

Quelle: HNA

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