Antragsformulare mit fiktiven Personalien ausgefüllt

Betrug um Elterngeld: Polizist im südlichen Schwalm-Eder-Kreis verhaftet

Schwalm-Eder. Ein Polizist aus dem südlichen Schwalm-Eder ist einer der beiden Hauptverdächtigen in einem Betrug um Elterngeld im großen Stil. Angestrebt waren 4,9 Millionen Euro.

Laut Staatsanwaltschaft sollen die Verdächtigen in über 200 Fällen Betrugsversuche und Urkundenfälschungen begangen haben und mit Scheinidentitäten Elterngeld beantragt haben. 58 Bankverbindungen wurden online eröffnet, abgewickelt wurde über einen falschen Briefkasten in Chemnitz. Angestrebt war ein Betrug in Höhe von 4,9 Millionen Euro.

Die Beschuldigten sollen mit falschen Identitäten Leistungen nach dem Bundeselterngeld und Elternzeitgesetz bei Bewilligungsbehörden im gesamten Bundesgebiet beantragt haben.

Zu diesem Zweck sollen sie die Antragsformulare mit fiktiven Personalien ausgefüllt und zusammen mit verfälschten Belegen - Geburtsurkunden nicht existenter Kinder, gefälschte Gehaltsabrechnungen und gefälschte Mitteilungen von Krankenkassen - bei den Bewilligungsbehörden eingereicht haben.

Um nicht entdeckt zu werden, sollen sie 58 Bankverbindungen online eröffnet und dazu durchgehend gefälschte französische Ausweise vorgelegt haben. Ausgehend von beantragten Beträgen in Höhe von jeweils 22.200 Euro strebten sie einen Betrug in Höhe von mehr als 4,9 Millionen Euro an.

Bei den beiden Hauptverdächtigen handelt es sich um einen ehemaligen sowie einen jetzt noch tätigen Polizeibeamten aus Hessen. Es soll in dieser Woche zu Hausdurchsuchungen, unter anderem bei dem im südlichen Schwalm-Eder-Kreis lebenden Verdächtigen, gekommen sein.

Bei der groß angelegten Durchsuchungsaktion waren acht Staatsanwälte und über 60 Polizeibeamte beteiligt.

Quelle: HNA

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