Geht um 1,75 Millionen Euro

Falsche Angaben bei Fördermitteln? Betrugsermittler im Homberger Rathaus

Homberg. Hat die Stadt Homberg Fördermittel beantragt und dabei falsche Angaben gemacht? Diesem Vorwurf geht das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) nach. Erhoben hat sie der Stadtverordnete Delf Schnappauf.

Es geht um 1,75 Millionen Euro Fördergeld (für das ehemaligen Kasernengelände). Die Behörde habe im Rathaus ermittelt, so Bürgermeister Dr. Nico Ritz.

Er werde bis zum Abschluss der Ermittlungen das bewilligte Fördergeld nicht abrufen, so Ritz. Dadurch entstehe der Stadt ein Zinsschaden, weil die Hessische Landgesellschaft in Vorleistung trete. Mehr wolle er zu den Vorgängen nicht sagen, da es sich um ein laufendes Verfahren handele.

„Die Förderanträge liegen mir vor. Die Angaben darin entsprechen nicht der Wahrheit“, sagt Schnappauf. So seien bei der Summe falsche Angaben gemacht, Eigenmittel und Einnahmen aus Verkäufen in unrealistischer Höhe angegeben worden. Die Vorfälle seien in die Amtszeit von Ex-Bürgermeister Martin Wagner gefallen.

Eine Stellungnahme der Betrugsermittler liegt bislang noch nicht vor. (may)

Quelle: HNA

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