Landesarbeitsgericht weist Beschwerde zurück

Bettenwelt unterliegt erneut vor Gericht

Frankfurt/Homberg. Im Streit um die fristlose Kündigung von Betriebsräten hat die Bettenwelt GmbH & Co. KG in Homberg (Efze) am Montag eine zweite Niederlage erlitten.

Das Logistik-Unternehmen scheiterte vor dem Landesarbeitsgericht Frankfurt (LAG) mit seinem Antrag, die stellvertretende Betriebsratsvorsitzenden Tanja Dotzert fristlos zu entlassen. Zwei weitere Termine gegen die Betriebsräte Gerd Pfeiffer und Gerhard Nickel sind in Frankfurt für August angesetzt. In einer Auseinandersetzung mit der Geschäftsleitung, in der es um die Überwachung von Mitarbeitern ging, hatten Betriebsräte harte Worte gewählt.

Der Arbeitgeber sah sich beleidigt und das Vertrauensverhältnis so gestört, dass er die fristlose Kündigung als gerechtfertigt ansah. Das Kasseler Arbeitsgericht, vor dem im vergangenen Herbst vier Fälle verhandelt wurden, sah dies anders. Gegen den Beschluss hatte die Geschäftsführung der Bettenwelt Beschwerde eingelegt. Diese wurde vom LAG zurückgewiesen. Thomas Hess, Jurist der Gewerkschaft ver.di in Frankfurt, teilte mit, dass der Rechtsstreit nun „vollumfänglich gewonnen“ wurde.

Das LAG habe die Auffassung übernommen, dass bereits „an sich“ kein Kündigungsgrund für eine fristlose Kündigung gegeben sei. Eine Rechtsbeschwerde beim Bundesarbeitsgericht sei nicht zugelassen worden, so Hess. (mwe)

Quelle: HNA

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