Das Werk eines Jahres – Am Kulturabend der Steinwaldschule zeigten Schüler ihre Talente

Der Beutel war prall gefüllt

Lesung, Bewegung, Bewirtung: Der Kulturbeutel hielt einiges fürs Publikum bereit. Links oben liest Michelle Krüger aus dem Katzenkönig, rechts Niklas Dietz und Jan Philipp Selentschik. Leckeres Fingerfood kredenzten von links Sophia Schnücker, Blenirna Kucanaj, Kira Bittner, Alicia-M. Ulrich, Lisa-Marie Schäfer und Nathalie Prinz. Fotos: Vogt

Neukirchen. Die kleine Turnhalle der Steinwaldschule in Neukirchen war am Mittwoch bis zum Bersten gefüllt. 380 stolze Eltern und Verwandte, aufgeregte Schüler und Lehrer waren zum dritten Neukirchner „Kulturbeutel“ vor und hinter der Bühne anzutreffen.

Das Programmheft versprach einen vielseitigen und ausgedehnten Abend mit 20 verschiedenen Programmpunkten: Komplette Klassen, Wahl-Pflicht-Kurse und einzelne Schüler und Lehrer hatten viel vorbereitet. „Was Sie heute sehen ist das ist das Werk eines ganzen Jahres, das Werk der Schüler“, freute sich der stellvertretende Schulleiter Olaf Rödiger bei seiner Begrüßung.

Musikalisch wurde viel geboten. Die Musikklassen der fünften und sechsten Klassen spielten Lieder wie „When The Saints“ und den „Bottom-Bass-Boogie“. Die Fünftklässler haben teilweise erst ein halbes Jahr Instrumentalerfahrung. Das Chorensemble sang „We are the World“. Gegen Ende des Liedes ging das rhythmische Klatschen des Publikums in Beifall über.

Viel Mut bewiesen einzelne Schüler, die als Solisten aktuelle Lieder aus den Charts wie „Grenade“ oder „Chasing Cars“ sangen. Und nach den Auftritten von Schülerband und Lehrerband konnte man nicht sagen, wer mehr gerockt hatte.

Theater wurde an diesem Abend auch groß geschrieben: Aus den fünften und sechsten Jahrgängen zeigten Schüler aus dem Kurs Darstellendes Spiel unter Leitung von Gudrun Schreckenberger drei Szenen. Die Schauspieler bedienten sich dabei unterschiedlicher Stile: Ein Sketsch über ein Auto, eine mit Musik untermalte improvisierte Theater-Szene im Stile der Stummfilm-Ära und eine Szene bestehend aus einem Satz und einer überwältigenden Gefühlsregung. Die siebten Klassen legten noch eins drauf und schauspielerten auf Englisch. Das gewollt deutsche Englisch der Szene „In London“ bescherte den Zuschauern eine Lachsalve nach der anderen.

Literatur und Theater vermischten sich im fesselnden literarischen Vortrag von Michelle Krüger über den „Katzenkönig“. Der Kurs Kreatives Schreiben stellte die kurzen Gedichtsformen Elfchen und Haiku vor, die aber leider zu schnell vorbei waren, um sie richtig zu würdigen.

Eine selbst geschriebene Ballade erinnerte an den 11. September 2001. Die Ballade John Maynard von Theodor Fontane, gespielt und vorgetragen von Niklas Dietz und Jan Philipp Selentschik war voller Requisiten und guter Ideen und brachte den ersehnten und verdienten Applaus des Publikums.

Der Kulturbeutel war so voll, dass es sogar in der Pause kreatives Programm gab. Nachdem Augen und Ohren ihren Teil abbekommen hatten, durfte sich der Gaumen laben, denn die Schüler des Hauswirtschaftskurses hatten abwechslungsreiches Fingerfood vorbereitet.

Von Sebastian Vogt

Quelle: HNA

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