Unterstützungsvereins des Rotary Clubs Schwalmstadt

Bieten für guten Zweck: Kunstauktion in Schwalmstadt war voller Erfolg 

Kunst kam am Samstag in Ziegenhain unter den Hammer: Christian Bischoff, Auktionator Ralf Geisel und die Künstler Ernst Groß und Kristina Fiand (von links) aus Großropperhausen erlebten ein bieterfreudiges Publikum. Fotos:  Kerstin Diehl

Treysa. Ein Novum in der Schwalm: Zur ersten Kunstauktion überhaupt hat am Samstag der Unterstützungsverein des Rotary Club Schwalmstadt eingeladen. Die Idee dazu hatte das Künstlerpaar Kristina Fiand und Ernst Groß. Ein Versuch, Künstler der Region ins Licht zu rücken.

17.53 Uhr: Kristina Fiand lächelt scheu, die Anspannung ist ihr anzusehen. Noch wenige Minute, dann wird die Auktion starten. 33 Künstler aus der Region haben je ein Werk eingereicht. „Es sind sehr, sehr gute Künstler dabei.“ Fiand muss es wissen, gemeinsam mit ihrem Mann ist sie regelmäßig an Auktionen der Deutschen Bank in Frankfurt beteiligt, stellt europaweit aus. Doch sind genug Bieterkarten verkauft? Werden die Gäste Geld ausgeben wollen? „Ich bin vor so etwas immer sehr nervös“, sagt sie. Einige der gut 100 Sitzplätze sind noch leer, doch eine kleine Menschentraube schlendert gerade über den Parkplatz zur Halle, in der normalerweise Karosserien ausgestellt sind.

18.00 Uhr: Ralf Geisel läutet mit einer Glocke, die Auktion kann beginnen. 103 Bieterkarten sind an der Theke abgeholt worden. Künstler Ernst Groß nennt Gründe, warum es sich lohnt, für Kunst zu bieten: „Wer heute Abend bietet, macht alle glücklich, am meisten sich selbst.“

Die Stimmung ist gut. „Hundgeburtstag“ heißt das erste Kunstwerk, das zur Versteigerung ansteht. Acryl auf Leinwand von Ela Köhler. „Hundert zum Ersten“, sagt Auktionator Geisel, der wie Frank Michel kurzfristig als Auktionator eingesprungen war. In 50-Euro-Schritten steigt der Preis. „Wer bietet mehr? „, fragt Geisel, schließlich „650 zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten“ – die Bieternummer 71 macht das Rennen.

19.11 Uhr: Kurz vor der Pause holt Christian Bischoff (Rotarier) „Edekafrau Nr. 1238“ nach vorn auf die Auktionsbühne, vorläufiger Höhepunkt der Auktion. Zwei Bieter liefern sich bald ein Kopf-an-Kopf-Rennen, der Hammer fällt bei 1900 Euro. Kurz zuvor war Michaela Spellerbergs Bild „Jippi“ für 500 Euro versteigert worden. „Das ist okay, es ist ja ein Risiko dabei, aber das macht es so spannend“, sagt die Fritzlarer Künstlerin.

21.47: Die Reihen haben sich etwas gelichtet, ein spannender Versteigerungsmarathon neigt sich mit der Skulptur „Gabriel“ von Matthias Heß dem Ende. Zuvor hatten sich die Auktionsbesucher um die Holzskulptur „Wärmflasche“ von Ernst Groß einen spannenden Bieterkampf geliefert.

Mit einem Erlös von 2700 Euro sollte es an diesem Abend das teuerste Kunstwerk bleiben, das den Besitzer wechselt.

22.11 Uhr: 32 von 33 Exponaten sind versteigert – Gesamterlös: 19 750 Euro. Die Hälfte davon geht an die Deutsche Kinder-Palliativstiftung und das regionale Kulturnetzwerk Die Landrosinen, die andere Hälfte des jeweiligen Erlöses erhält der Künstler. „Es war eine super Aktion“, sagt Ralf Geisel abschließend – und sie hat wohl nicht nur ihn glücklich gemacht.

Quelle: HNA

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