Feueralarm beendete Frühlingskonzert der Jugenddorf-Christophorusschule Oberurff

Die Bigband blieb stumm

Auftritt des Unterstufen-Chors: Die jungen Sänger boten unter der Leitung von Sabine Schmidt interessante Arrangements. Foto: Moniac

Bad Zwesten. Die Bigband blieb beim Frühlingskonzert der Jugenddorf-Christophorusschule Oberurff stumm. Denn Feueralarm unterbrach die Veranstaltung – und vertrieb bis auf die anrückende Feuerwehr am Dienstagabend alle Musikliebhaber aus dem Kurhaus Bad Zwesten (Hintergrund).

Applaus für ihre Darbietungen hatten vor dem Alarm noch etliche Musikgruppe bekommen. Die Schüler präsentierten ein vielseitiges Programm, an dem alle Musikgruppen von Schule und Musikschule beteiligt waren und mit dem sie gute Laune verbreiteten.

„Musik und Rhythmus finden ihren Weg zu den geheimsten Plätzen der Seele“, sagte Vizeschulleiter Günter Koch frei nach einem antiken Philosophen.

Das traf gleich zum Konzertauftakt auf den Jazz des Saxophon-Trios unter der Leitung von Ines Schröder zu und setzte sich fort beim Gitarren-ensemble unter der Leitung von Anja Gerschewsky mit seiner Filmmusik, die Ohrwurmcharakter besaß.

Tanzeinlagen

Interessante Arrangements mit Instrumentalbegleitung stellte der Unterstufen-Chor unter der Leitung von Sabine Schmidt vor, dazu gehörten eine raffinierte Neufassung des Volks- und Antikriegsliedes „Zogen einst fünf wilde Schwäne“ und ein pfiffiges „Country Roads“ samt Tanzeinlage.

Dass Rezitationen für Auflockerung sorgen können, bewies Joshua Brauer mit dem Stück Sprungbrett von Eugen Roth. Das Streichensemble unter der Leitung von Annett Meyer-Kaczorowski mit engagierten und zum Teil noch sehr jungen Schülern spielte Stücke aus dem Bereich der Popmusik, bevor die Schulband Face + 1 unter der Leitung von Markus Bartke mit Dani California von den Red Hot Chili Peppers lautstark die Pause einleitete.

Mit rhythmisch akzentuierten Liedern eröffnete der Chor der Jahrgangsstufe 8 mit Dirigent Theo Vestweber den zweiten Teil des Konzerts. Für ihr blitzschnelles Hantieren mit bunten Cups erhielten die Sängerinnen kräftigen Beifall.

Fast wie beiläufig und ohne Starallüren erklomm dann Simon Korbel die Bühne und demonstrierte sein Können am Klavier mit einem modernen Werk des Argentiniers Astor Piazzolla.

„Wake Me Up“ hieß es anschließend – eine für die Tageszeit vielleicht unnötige Aufforderung, die jedoch Neues für Auge und Ohr bot. Denn zu Gesang und E-Gitarren der Schulband zeigten die Mädchen der Turn-AG mit Leiterin Christiane Stelling, wie scheinbar mühelos sie Rad schlagen und Purzelbäume vorwärts und rückwärts vollführen können.

Runder und voller Klang

Über einen vollen und runden Klangkörper verfügt der Chor der Jahrgangsstufen 10 bis 13 mit Dirigent Theo Vestweber. Gerne hätte man länger zugehört, doch dann übernahm der Feuermelder mit seinem Fiepton die Programmgestaltung.

Von Marise Moniac

Quelle: HNA

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