Ortsdurchfahrt ist wieder frei gegeben – Arbeiten gehen nun an Seitenstraßen weiter

Die Bilz ist fertig saniert

Wieder offen: Seit über einem Jahr wurde die Bilz in Ottrau saniert. Nun stehen noch Arbeiten in den Seitenstraßen an. Foto:  Schittelkopp

Ottrau. Die Ortsdurchfahrt in Ottrau ist wieder offen. Nach über einem Jahr Bauarbeiten an der Bilz wurde die Straße am Anfang der Woche nun wieder für den Verkehr freigegeben, heißt es aus dem Rathaus. Doch die Arbeiten in Ottrau sind damit noch nicht abgeschlossen: Nun werden noch die Seitenstraßen instand gesetzt, dafür sprach sich einstimmig die Gemeindevertretung aus.

17 400 Euro genehmigten die Mandatsträger deshalb für die Sanierung an drei Stellen. So wird die Bilz in Höhe der Hausnummer 35 noch asphaltiert, in der Finkecke wird der Bordstein, die Bankette und ein Sinkkasten gesetzt, zudem wird die Straße Hehlwiese asphaltiert und Rinnensteine angebracht, damit bei starkem Regen das Wasser besser abfließen kann.

Die Bilz bekam im Zuge der Sanierungsarbeiten neue Wasser- und Abwasserleitungen eingesetzt, der Kanalbau zog sich bis in die Seitenstraßen hinein. Nun ist die Hauptstraße fertig und auch die Arbeiten an den Nebenstraßen sollen noch in diesem Jahr zu Ende geführt werden.

Für die Gemeinde stellt das eine günstige Lösung dar, da die Baumaschinen und das Personal der ausführenden Firma nahtlos weiter arbeiten können. Andernfalls hätten die Firma im Frühjahr noch einmal anrücken müssen – und das hätte gekostet. So nahm Ottrau das Nachtragsangebot der Firma in Anspruch.

Neuer Kanal, neue Kabel

Die Bilz ist die teuerste Baumaßnahme in der Geschichte der Gemeinde Ottrau. 2,5 Millionen wurden dort verbaut. Im Juni 2013 hatten die Arbeiten am Kanal begonnen, es folgten Bordsteine und Asphaltierung. Auch Leerrohre für Glasfaserkabel und damit für schnelleres Internet wurden verlegt und Telefonkabel ausgetauscht. Die Stromkabel blieben die alten. Das Land Hessen hatten die Straßensanierung mit 600 000 Euro bezuschusst.

Die Bilz war marode und löchrig, das Kanalsystem stammte noch aus den 1950er Jahren, es war häufiger zu Wasserrohrbrüchen gekommen. Das Rohrleitungsnetz sollte den „demografischen Verhältnissen angepasst werden“, hatte Bürgermeister Norbert Miltz im Vorfeld der Bauarbeiten mitgeteilt.

Die 800 Meter lange Bilz ist eine Landesstraße, eigentlich sollten die Arbeiten bereits 2011 starten, doch Hessen wollte sparen. Nun ist es endlich geschafft. Hinter den Anwohnern liegen Monaten voller Dreck, Lärm und Umleitungen. Zudem werden sie mit höheren Anliegergebühren zu rechnen haben.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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