Genossenschaft: „Energiekonzept ist deutschlandweit einmalig“

Bioenergie: Wettesingen will an die Spitze

Wettesingen. Wettesingen will an die Spitze der Bioenergiedörfer in Deutschland. Nachdem schon der Strom zu 100 Prozent aus regenerativen Energiequellen vor Ort stammt, nehmen die Wettesinger nun auch ihre Wärmeversorgung im Dorf selbst in die Hand.

Dies gelingt mit Hilfe der Biogasanlage, die seit einigen Jahren von Marco Ohme als Geschäftsführer und drei weiteren Gesellschaftern betrieben wird, und der Viessmann Group aus Allendorf als Partner.

Für das Versorgungsprojekt hat sich eine dörfliche Energiegenossenschaft gegründet, an der sich alle Wettesinger beteiligen können. 167 Haushalte sind derzeit mit im Boot. „Rund 20 können wir noch kurzfristig mit aufnehmen“, so Oliver-Marc Mende vom Vorstand der Genossenschaft.

Das für die Wärmeversorgung nötige Blockheizkraftwerk wurde bereits Ende vergangenen Jahres in Betrieb genommen. Es ist über eine Mikrogasleitung mit der Biogasanlage verbunden und wird zusammen mit drei Pelletkesseln, die im Laufe dieses Jahres gebaut werden sollen, die Wärme erzeugen, die dann über ein Rohrnetz zu den einzelnen Haushalten gebracht wird. Mit dieser innovativen Technologie sticht das Wettesinger Projekt aus der Masse der bundesweit bereits bestehenden Bioenergiedörfer heraus, da hier erstmalig 100 Prozent regenerative Energien genutzt werden, um ein Nahwärmenetz zu betreiben“, erklärt Oliver-Marc Mende.

Nach Auskunft von Marco Ohme gibt es deutschlandweit circa 60 Bioenergiedörfer, zwei davon in Hessen. Keines reiche an das Konzept in Wettesingen heran. Im Sommer werden die Haushalte ans Netz angeschlossen. Zur neuen Heizperiode sollen bereits die Hälfte der Haushalte versorgt werden.

Acht Millionen Euro kostet das Gesamtprojekt mit Ausbau der Biogasanlage, Blockheizkraftwerk und Wärmenetz.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare