Organisation Freie Kräfte Schwalm-Eder immer schwächer

"Freie Kräfte" in Schwalm-Eder werden immer schwächer

Schwalm-Eder. Der positive Trend im Kampf gegen den Rechtsextremismus im Schwalm-Eder-Kreis hält weiter an. „Dieses Jahr gab es im Kreis noch keine Gewaltdelikte aus der rechten Szene“, sagt Achim Kaiser, Leiter der Kriminalinspektion Schwalm-Eder. Dennoch müsse man wachsam bleiben.

„2010 waren 74 Straftaten politisch motiviert“, sagte Kaiser. 2009 waren es noch 115. Im Jahr 2011 halte die rückläufige Tendenz an. Die Straftaten seien zudem nicht alle der rechten Szene und auch nicht den Freien Kräften Schwalm-Eder zuzuordnen.

Aktualisiert um 17.50 Uhr

Der Verbund der Freien Kräfte Schwalm-Eder werde zudem immer schwächer. Im Mai hatte Kaiser die Zahl der Anhänger noch auf etwa 30 geschätzt. Auch hier sei die Tendenz sinkend. Ein Grund dafür sei auch der massive Druck, der von der Polizei aufgebaut worden sei. Zwischen 2009 und 2010 verbrachten die Beamten 25.000 Stunden mit Ermittlungen in Sachen Rechtsextremismus. Das sei bis hin zur Personenüberwachung gegangen. Damit habe man die Betroffenen teilweise massiv unter Druck gesetzt.

Hilfreich sei auch die Zusammenarbeit mit den Burschenschaften und die größere Präsenz auf Volksfesten.

Ein weiterer Grund für die positive Entwicklung sei, dass man auf die Sensibilisierung gesetzt habe, erklärt Landrat Frank-Martin Neupärtl. Einen großen Anteil daran habe auch die Initiative „Gewalt geht nicht“. Stephan Bürger, Leiter von „Gewalt geht nicht“ ging in den vergangenen Jahren mit 172 Angeboten wie Vorträgen in Schulen, Jugendclubs oder die Vereine, um junge Menschen zu erreichen. „Wir bieten konkrete Unterstützung bei rechtsextremen Problemen in der Schule oder im Verein, helfen und informieren, wenn der Bedarf da ist,“ sagte er. Auch wenn die Tendenz positiv ist, sei dies keine Entwarnung: Polizei und Landkreis setzen daher weiter auf Prävention.

Quelle: HNA

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