Bekannte Namen sorgten für gute Unterhaltung bei der Komödie „Der Mustergatte“

Ein bisschen Spaß muss sein

Sorgten für Lacher: Im Stück „Der Mustergatte“ traten am Donnerstagabend in der Melsunger Stadthalle bekannte Gesichter auf. Die Titelrolle hatte Roberto Blanco übernommen. Außerdem zu sehen waren Juliane Ledwoch, Alexandra Bentz und Michel Fernbach (von links). Foto: Dürr

Melsungen. Ein Klassiker der Komödie war am Donnerstagabend in der Stadthalle in Melsungen zu sehen: „Der Mustergatte“ von Autor Avery Hopwood. In dieser Hauptrolle waren in der Vergangenheit schon Heinz Rühmann, Harald Juhnke und Theo Lingen zu sehen. Mit rasanter Spielhandlung, charmanten Schauspielern und lockeren Dialogen bot das Stück den Zuschauern die Möglichkeit, sich in einzelnen Situationen selbst zu entdecken.

Amüsante Wendungen und Dialoge führten immer wieder zu Lachsalven im Publikum. Und am Ende wurden die Schauspieler mit tosendem Applaus bedacht.

Immer sehr schick

Da will Katharina Winkler (elegant-kapriziös: Juliane Ledwoch) ihren treuen Mustergatten verlassen, weil sie ihre Ehe öde findet. Sie merkt gar nicht, dass sie selbst dazu auch einiges zur großen Langeweile beiträgt. „Natürlich will ich, dass er gut ist,“ sagt sie zu ihrem Jugendfreund Philipp Taylor (stets très chic als Frauenheld und Modeschöpfer: Jan Krüger), „Aber ich will auch, dass er schlecht ist!“

Damit bringt sie eine ungeahnt turbulente Handlung in Fahrt. Denn Nachbar Roberto Gonzales (spitzbübisch: Roberto Blanco, der mit viel Applaus begrüßt wurde) nimmt es mit der Treue längst nicht so genau und rät Ehemann Johann, endlich seine Frau zu hintergehen.

Johann (herrlich spießig und sich zum Macho wandelnd: Michael Fernbach) weiß gar nicht, wie ihm geschieht, als er plötzlich mit einer äußerst willigen Billi Gonzales (kindlich-schmollend: Alexandra Bentz) alleine ist.

Er trinkt das erste Mal in seinem Leben Alkohol, und zwar gleich in solchen Mengen, dass er die Kontrolle über sich verliert. Billi und Johann beweinen gemeinsam ihre Ehepartner, ohne dass wirklich etwas passiert.

Versöhnung zum Schluss

Nach einigen Turbulenzen und Verwicklungen mit witzigen Dialogen wie: „Du wirkst auf eine Frau wie eine Mottenkugel auf Motten“ (Roberto zu Johann) haut Johann sprichwörtlich auf den Tisch und am Ende gehen beide Ehepaare aufeinander zu, um sich zu versöhnen.

In der Inszenierung von Markus Bader wurde die Handlung durch Musik aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet und dem Schlager „Ein bisschen Spaß muss sein“ von Roberto Blanco untermalt.

Von Agnes Dürr

Quelle: HNA

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