Bistum hat in Fritzlar Leitlinien für die katholischen Kindertagesstätten vorgestellt

E. Goebel-Krayer

Fritzlar. Sie sollen Orientierung geben und bei wichtigen Entscheidungen helfen: Das Bistum Fulda und die Caritas im Bistum Fulda haben gemeinsame Leitlinien für die katholischen Kindertageseinrichtungen verabschiedet. Drei Jahre wurde daran gearbeitet. Jetzt wurden die sieben Punkte in Fritzlar vorgestellt.

„Wir leben die Leitlinien schon seit Jahren“, sagt Martina Drescher, Leiterin der Kindertagesstätte St. Josef in Fritzlar. Jetzt, wo es die Vorgaben schwarz auf weiß gibt, hätten sie aber eine andere Verbindlichkeit. Darum geht es in den Leitlinien:

„Das Kind steht im Mittelpunkt“, ist die zentrale Aussage dieses Grundsatzes. Die Kindertageseinrichtung sei ein Ort, an dem Talente entdeckt und entwickelt werden sollen.

Die Kindertagesstätte soll ein Ort sein, an dem Kirche gelebt wird. Kirchenfeste wie St. Martin werden zusammen gefeiert, es wird aus der Bibel gelesen. „Uns ist wichtig, dass das in Gemeinschaft passiert“, sagt Elisabeth Goebel-Krayer, Fachberatung Tageseinrichtung für Kinder bei der Caritas.

„Es gibt oft Familien, die keinen Zugang zur Kirche haben“, sagt Goebel-Krayer. Sie sollen mit dem Glauben vertraut gemacht werden. „Manche Kinder lernen bei uns die Tischgebete kennen und sorgen dafür, das sie zuhause wieder eingeführt werden“, erklärt Drescher.

Die Kindertageseinrichtung sollen die Eltern bei der Erziehung unterstützen, sich mit den Sorgen und Nöten auseinandersetzen. Die Erzieher sollen Tipps geben und bei Bedarf Kontakt zu anderen Beratungsstellen herstellen.

In den Kindertagesstätten soll ein Qualitätsmanagement eingeführt werden. In Fritzlar sei das bereits geschehen. „Das macht unsere Arbeit bewusster und transparenter“, betont Martina Drescher. Ziel ist es, die Arbeit in den Einrichtungen zu verbessern.

Regelmäßige Aus- und Fortbildungen gehören zum Alltag der Erzieher. Dazu gehören auch spirituelle Auszeiten. „Die Mitarbeiter können beispielsweise eine Tag im Kloster verbringen oder eine Wandertour mit biblischen Impulsen unternehmen“, verdeutlicht Drescher.

Die Botschaft dieser Leitlinie lautet: Die Kintertageseinrichtungen sind nicht alleine. Sie sind Teil eines Netzwerkes und werden vom kirchlichen Träger in ihrer Arbeit unterstützt. Fotos: Laumann

Von Anke Laumann

Quelle: HNA

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