FWG-Fraktionschef Gielsdorf weist zurück, die Pläne am Wieragrund verhindern zu wollen

Einkaufszentrum Wieragrund: Freie Bahn laut FWG

Klaus-Ulrich Gielsdorf

Schwalmstadt. Freie Bahn für das Einkaufszentrum Wieragrund gibt es laut FWG-Fraktionschef Klaus-Ulrich Gielsdorf in einer Stellungnahme zu einem Leserbrief.

Seit der Zustimmung des Parlaments zum Städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt und der Entwicklungsgesellschaft Wieragrund (EKZ) Anfang November 2010 sei der Weg frei. Die Gesellschaft habe den Bebauungsplan bekommen, den sie gewünscht und gefordert habe, „sie hatte angeblich alle Grundstücke, und sie hatte angeblich 20 Millionen Euro bereit liegen. Sie konnte also mit Hochdruck bauen.“ Gielsdorf weist darauf hin, dass die Stadt die Wieragrundstraße baut, Aufträge für etwa 6 Millionen Euro seien vergeben, „sogar schon für Kanalleitungen, die auf der Fläche des alten Ceka-Kaufhauses durch die Stadt für die EKZ verlegt werden sollen“. Das sei aber erst nach dem Abbruch des Kaufhauses möglich, das zunächst Eigentum sein müsse. Wenn „man sich das Eigentum aber vor Gericht holen will oder muss, dann haben die Betreiber des Einkaufzentrums ein Problem - allerdings doch selbst geschaffen und ganz allein zu verantworten“, meint der FWG-Sprecher und fragt, ob öffentliche Gelder verbaut werden sollten, obwohl die Stadt nicht wisse, „ob die Investoren ihr versprochenes Einkaufzentrum zustande bringen“.

Er denke an alle Stadtteile und alle Schwalmstädter. „Die Stadt kann und darf doch nicht länger zum Spielball der Betreiber des Einkaufzentrums werden: Die Voraussetzungen zum Bau des privaten und – das ist in Ordnung – auch eigennützigen Großprojekts müssen die Investoren schon selber schaffen.“

Die städtischen Gremien müssten handeln, wenn offenkundig werde, dass die privaten Investoren zur Lösung ihrer Probleme nicht imstande seien. Das hieße auch, „über die weitere Durchführung der städtischen Vorleistungen von über 10 Millionen Euro verantwortungsvoll nachdenken und bisherige Entscheidungen auf den Prüfstand zu stellen“. Auch die Befürworter wollten eines nicht: Eine Straße für zig Millionen Euro, aber kein Einkaufszentrum. (aqu) Archivfoto:  Ludwig

Quelle: HNA

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