Blau ist ihre Hoffnung

Argentinierin Mariela Medina de Krudewig drückt ihrer Mannschaft die Daumen

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Für himmelblau: Die Argentinierin Mariela Medina de Krudewig wird beim Endspiel natürlich die Mannschaft ihres Heimatlandes anfeuern.

Willingshausen. Über die gesamte Fußball-Weltmeisterschaft hat hat Mariela Medina de Krudewig die argentinische Fahne am Haus. Die Argentinierin lebt seit mehreren Jahren in Wasenberg. Die Freude, dass die Mannschaft ihres Heimatlandes nun im Finale steht, ist immens.

Das Endspiel will sie am Sonntag zu Hause schauen. „Dort ist mein kleines Argentinien.“ Ihr Mann wird das Finale mit Nachbarn verfolgen. Doch allein wird Mariela Medina de Krudewig nicht sein: „Ich chatte während eines Spiels immer mit meiner Familie zu Hause“, erzählt sie.

In ihrer Heimatstadt Buenos Aires schaut man meistens zu Hause mit Freunden die Weltmeisterschaft. Es sei unüblich, ein Spiel in einer Kneipe zu gucken. „Die Argentinier sind verrückt“, fügt Mariela Medina de Krudewig an. In Buenos Aires wird nach jedem Sieg wild gefeiert, Videos davon bekommt Medina de Krudewig auf ihr Handy geschickt. Auch in den Halbzeitpausen geht es fröhlich zu. Ihre Schwester stellt während der Spiele immer eine Musikanlage auf die Terrasse, in der Halbzeitpause wird die ganze Nachbarschaft beschallt. „Die Nachbarn sagen, das bringt ihnen Glück.“

„Ich habe jedes WM-Spiel der Selección gesehen“, erzählt die Fitnesstrainerin. Ein Glas argentinischen Weins für das Heimatgefühl war immer dabei. Als es beim Achtelfinale in die Verlängerung ging, schaute sie einfach mit ihrem Zumba-Kurs zusammen.

Nach Ansicht der Argentinierin hat sich ihre Mannschaft im Laufe des Turniers stark verbessert und ist zu einem Team zusammengewachsen. „Am Anfang waren sie schwach, doch im Laufe der WM ist jeder Spieler besser geworden.“ Alle Argentinier der Mannschaft spielen bei großen Clubs in Europa, die Nationalelf kommt so nur selten zusammen, um gemeinsam zu trainieren. Ein harter Schlag war, dass Angel di María im Halbfinale nicht spielen konnte. Überrascht sei sie im Halbfinale von Torwart Sergio Romero gewesen: „Er war super.“

Die Argentinierin lässt sich überraschen, welches Team am Sonntag gewinnt. „Deutschland schickt uns seit acht Jahren nach Hause“, fügt sie an. Die deutsche Nationalelf habe gute Chancen auf den Sieg. Dennoch hofft sie, dass die Himmelblauen gewinnen.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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