Gabi Alles-Komkowski zeigt Landschafts- und Naturaufnahmen in der Stadtsparkasse

In der blauen Stunde auf Tour

Schmetterling im Wasenberger Kirchgarten: In der ersten Ausstellung von Gabi Alles-Komkowski (51) ist unter anderem dieses Motiv zu sehen. Foto: Rose

Treysa. Schon mit 18 war Gabi Alles-Komkowski (51) von den Aufnahmen italienischer Fotografen auf Postkarten fasziniert. Damals entstand der Wunsch, einmal selbst diejenige zu sein, die hinter der Kamera Bilder komponiert. 21 Kompositionen der gebürtigen Wasenbergerin sind ab sofort in ihrer ersten Ausstellung in der Treysaer Stadtsparkasse zu sehen. Gabi Alles-Komkowski hat sich auf Landschafts- und Naturaufnahmen spezialisiert.

Seit 17 Jahren lebt die Erzieherin mit ihrem Mann in Kiel. Über ihren Beruf konnte die 51-Jährige mit der Kamera experimentieren: Sie leitete Fotos-AGs für Jugendliche und bot Seminare an. In den 80er-Jahren prägte sie der Film „Under Fire“, in dem Reporter über den Bürgerkrieg in Nicaragua berichtete.

Der Ton des Auslösers

„Sie alle hatten Nikon-Kameras. Ich habe mich in die Kamera und den Ton des Auslösers regelrecht verliebt“, erzählt Alles-Komkowski. Bis sie ihre eigene Spiegelreflex in Händen hielt, dauerte es jedoch noch 27 Jahren. Zu ihrem 50. Geburtstag erfüllte sie sich diesen Wunsch. „Seitdem lege ich die Kamera nur ungern und selten aus der Hand“, sagt sie. Mittlerweile nimmt die Fotografie immer mehr Intensität und Raum ein. „Gern hätte ich eine Fotografen-Ausbildung gemacht, aber ich bekam in Kiel sofort eine Stelle als Erzieherin.“

Anfangs habe sie sich mit der digitalen Fotografie nicht anfreunden können. „Ich war gewöhnt, an meiner gebrauchten analogen Kamera alles selbst einzustellen. Und das hat mir immer Spaß gemacht“, erklärt sie. Doch schnell überzeugte sich Gabi Alles-Komkowski von den Vorzügen: „Ich kann viel mehr experimentieren und es ist kostengünstiger.“ In ihren Fotos hält die 51-Jährige Momente, Details und Stimmungen fest, die andere leicht übersehen – etwa eine perspektivisch spannende Steinformation oder einen Schmetterling auf einer Blüte im Kirchgarten. „Aber auch Städte und Menschen interessieren mich immer mehr“, hat die Wasenbergerin entdeckt.

Am liebsten wählt sie für ihre Fototouren die blaue Stunde aus – die Zeit der Dämmerung bis zum Sonnenaufgang sowie die Zeit kurz vor dem Sonnenuntergang. „Hinsehen und festhalten – das ist mein Credo“, beschreibt Alles-Komkowski ihren Stil. „Denn überall finden sich Motive, die danach rufen, gezeigt zu werden. Manchmal entstehen sie auch in meinem Kopf.“

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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