Dr. Volker Knöppel hat von Elbenberg aus den Hohen Meißner entdeckt

Volker Knöppel: Blick vom Elbenberger Berg

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Blick zum Meißner: Von der Elbenberger Höhe kann man an klaren Tagen die Sendetürme des Hohen Meißners blinken sehen. Dr. Volker Knöppel hat sich dafür eingesetzt, dass hier eine Ruhebank aufgestellt wurde.

Elbenberg. Wie verzaubert liegen sie da, die Bergkuppen am Horizont, verhüllt von leichten Nebelschwaden. Und wenn nicht die roten Lichter der Funktürme vom Hohen Meißner blinken würden, könnte man sich weiter in die Märchenwelt der Brüder-Grimm hineinträumen. Dr. Volker Knöppel träumt nicht, wenn er vom Elbenberger Berg ins Land schaut.

Mit dem wachen Auge des Hobbyhistorikers schaut er von seinem Lieblingsplatz ins Land. „Da lag früher das Dorf Geilenrod“, erklärt er und zeigt hinunter ins Stellbachtal. Im 14. Jahrhundert sei die Siedlung aufgegeben worden, bis ins 18. Jahrhundert habe man noch den Kirchturm gesehen. Man könne deutlich erkennen, wie die Menschen hier dem Wald Flächen für ihre Feldfrüchte abgerungen haben.

„Mich fasziniert an diesem Platz die Lebendigkeit der Geschichte voller Spuren unserer Vorfahren.“ Den Platz hat der 54-Jährige vor vielen Jahren entdeckt. Er stieg an einem klaren Tag mit dem Hund bergauf und endeckte plötzlich rote Blinklichter. „Ich wollte es erst gar nicht glauben, dass man von hier die Silhouette des Meißners sehen kann.“ Knöppel recherchierte und stellte fest: Es sind tatsächlich die Funkantennen von einem der dominantesten Berge in Deutschland, auf dem der Sage nach Frau Holle wohnen soll. „Man sieht die Bergkuppe aber nur auf einer kurzen Strecke.“

Volker Knöppel hat sich dann dafür eingesetzt, dass am besten Sichtpunkt eine Ruhebank aufgestellt wurde. Auf einem kleinen Schild ist „Meißnerblick“ zu lesen. „Die schönen Plätze liegen direkt vor der Haustür, man braucht gar nicht weit zu gehen, um in der nordhessischen Landschaft etwas Besonderes zu finden“, meint Knöppel.

Wer den fantastischen Blick genießen will, biegt gleich nach dem Ortsausgang Elbenberg rechts in einen Feldweg ein und wandert dann bergauf. Und wer mit viel Fantasie ausgestattet ist, entdeckt auch Frau Holle in der Ferne, die auf ihrem Hausberg die Betten schüttelt.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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