18 Pfarrer aus dem Altkreis Ziegenhain unternahmen Studienreise nach Zypern

Blick auf fromme Kirche

Studienreise führte nach Zypern: 18 Pfarrer des Kirchenkreises Ziegenhain unter der Leitung von Dekan Christian Wachter und Studienleiter Hannes Eibach vom Predigerseminar in Hofgeismar informierten sich vor Ort über die Bedeutung der Kirche auf der Insel Zypern. Foto: privat

Schwalm. Eine Studienreise führte 18 Pfarrer des Kirchenkreises Ziegenhain unter der Leitung von Dekan Christian Wachter und Studienleiter Hannes Eibach vom Predigerseminar in Hofgeismar kürzlich nach Zypern. Dort besuchten sie den ehemaligen Hephata-Pfarrer Dr. Johannes Altmann, der mittlerweile auf Zypern lebt.

800 000 Gemeindemitglieder

Als Eindrucksvoll beschreiben die Reiseteilnehmer ihre Begegnung mit Zyperns Erzbischof Chrysostomos II, seit 2006 geistliches Oberhaupt einer Kirche mit etwa 800 000 Gemeindegliedern, die sich auf ihre Gründung im Jahre 45 beruft, als der Apostel Paulus unter der Begleitung des Apostels Barnabas nach Zypern kam, um zu missionieren.

Alles begann mit Barnabas

Mit Barnabas beginnt die Liste der Bischöfe von Zypern. Seit dem Konzil von Ephesus im Jahre 431 sei die Kirche autokephal, das heißt, sie ist keinem anderen Bischof unterstellt und eine Kirche mit eigener Rechtsprechung. Die Liste der Bischöfe wird unterbrochen in 300 Jahren der Besetzung durch die Venezianer (1260-1572), die die Kirche Zyperns zwangsweise dem Papst in Rom unterstellten. Invasion der Osmanen

Erst die Osmanen hätten 1572 die Selbständigkeit der orthodoxen Kirche Zyperns wieder hergestellt. Weit zurück geht die Geschichte dieser Kirche, heißt es in einem Pressetext, die Christen in ihrer Liturgie fremd vorkomme, Menschen auf Zypern aber fasziniere.

Heiligenkult

Die Bilderfrömmigkeit der Menschen aller Generationen, die Identifikation mit den Heiligen und mit den Ikonen, die diese Heiligen tradieren, habe den beteiligten Pfarrern eine sehr eigene, tiefe Frömmigkeit nahe gebracht, heißt es weiter.

Kirche nah am Leben

Heute zeige sich in Zypern eine Kirche, dicht am politischen Geschehen in Europa und an den politischen Auseinandersetzungen des Nahen Ostens.

Hilfe durch Griechenland

Die ethnische Verwandtschaft mit Griechenland verwickele die Menschen sehr in die Krise dieses Landes. 1974 haben viele Zyprer nur durch Spenden und Hilfen der Griechen die Krise des Landes überlebt. Heute erwachsene Menschen erinnerten sich an griechische Patenschaften, die damals ihre Ausbildung finanziert hätten. (dag)

Quelle: HNA

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