Der Homberger Geschichtsverein feiert am 20. August seinen 50. Geburtstag

Blick geht auch nach vorn

Der Geschichtsverein belebte das heimatkundliche Archiv in Homberg: Bürgermeister Martin Wagner, Dr. Gerhard Grebe, Büroleiter Joachim Bottenhorn, Archivleiter Eckhard Preuschhof, Vereinsvorsitzender Harald Götte und Jutta Beck. Foto:  nh

Homberg. Ein runder Geburtstag steht an: Der Homberger Geschichtsverein, Zweigverein im Verein für hessische Geschichte und Landeskunde in Kassel, feiert am Sonntag, 20. August, seinen 50. Geburtstag.

Für ihre Geschichte aber interessieren sich die Homberger nicht erst seit einem halben Jahrhundert: Vor 150 Jahren gehörten schon die ersten Homberger dem 1834 in Kassel gegründeten Hauptverein an.

Der erste, der sich ihm anschloss, war der Lehrer und Professor Dr. August Wilhelm Volckmar. Er blieb ihm 45 Jahre lang, von 1841 bis 1886, treu. Damals waren es gerade einmal zehn Homberger, die dem Verein angehörten.

Vesper leitete jungen Verein

75 Jahre später, am 10. Juni 1961, wurde der Homberger Zweigverein im Verein für hessische Geschichte und Landeskunde im Rathaussaal ins Leben gerufen: Vorsitzender wurde Otto Vesper, Schatzmeister war Karl Meers, Schriftführer Dr. Norbert Schick, Beisitzer war Erich Kaiser.

Im April 1963 zählte der Verein 48 Mitglieder, acht Jahre später schon 130. Eine Besonderheit gab es 1969, als im Verein eine Jugendgruppe unter dem Vorsitz von Oskar Breiding entstand.

Erich Kaiser leitete den Verein von 1974 bis zu seinem Tod 1978. Oskar Breiding wurde sein Nachfolger, 1993 löste ihn Horst Gunkel im Amt des Vorsitzenden ab. Seit 1999 führt Harald Götte den Verein. Von 1965 bis 1989 gab der Geschichtsverein die Reihe, „Homberger Hefte“ heraus, die später von den „Homberger Schriften“ abgelöst wurden. Bis 2008 erschienen vier weitere Veröffentlichungen über Homberg.

Außerdem arbeitete der Verein 1983 bis 1994 bzw. 2002 an den Zeitungsbeilagen „Der Stadtschreiber“ und „Die Heimatwarte“ mit. Zudem schreiben Mitglieder in der HNA und anderen Publikationen. Zu den wichtigsten Herausgaben gehören unter anderem die „Geschichte der Stadt Homberg von Erich Kaiser (1982), „Der Kreis Homberg“ und „Heimatklänge aus dem Kreis Homberg“.

Der Verein veranstaltet Fahrten und Vorträge, Grenzbegänge und historische Spaziergänge. Insgesamt waren es 431 Veranstaltungen.

Ziel ist es, das Geschichtsbewusstsein zu fördern: Dadurch ist er zu einem wertvollen kulturellen Faktor geworden. Der Verein kann zufrieden auf seine ersten 50 Jahre und zuversichtlich in das neue Jahrzehnt seines Bestehens blicken.

Von Oskar Breiding

Quelle: HNA

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