Künstlerisch bodenständig: Gerlinde Vestweber stellt ihre Erdfarben-Bilder aus

Blick für die Natur entwickeln

Regionale Identität: Gerlinde Vestweber (Mitte) eröffnete ihre Ausstellung im Beisein der Vorsitzenden des Heimatverein Roswitha Lange (links) und Bürgermeister Birger Fey. Foto: Ehl-von Unwerth

FRIELENDORF. „Es ist spannend, was die Erde preisgibt: Jede Region hat durch ihre jeweilige Bodenbeschaffenheit ihren ganz eigenen Farbklang.“ Über die Erde als das von ihr bevorzugte künstlerische Rohmaterial und deren kreative Aufbereitung weiß Gerlinde Vestweber aus Gilserberg genau Bescheid: Ihre Berufsausbildung als Agrarwissenschaftlerin sensibilisierte sie für die Bedeutung von Natur und Böden, das später absolvierte Grafik- und Malereistudium schuf die Basis für eine fantasievolle gestalterische Umsetzung.

Eine Auswahl ihrer Werke präsentiert sie derzeit auf Einladung des Gemeindevorstands Frielendorf sowie des örtlichen Heimat- und Geschichtsvereins im Kulturzentrum Schrödersche Scheune.

Unter dem Titel „Geerdet“ sind knapp 20 Bilder zu sehen, die sich anhand des Erd-Materials aus mehreren Gilserberger Ortsteilen und Nachbargemeinden unmittelbar mit deren regionaler Identität beschäftigen. Farblich dominieren dabei erdig-warme Farbtöne von Braun, Orange und Ocker bis hin zu grau-schwarzer Asche und Kohle.

Neben einer harmonisch-stimmigen Farb- und Formgebung kommen in Vestwebers Werken häufig auch imposante Kontraste und auffällige Konturen zur Geltung. Außergewöhnlich reizvolle Effekte treten besonders dort hervor, wo durch bloße künstlerische Andeutungen die eigene Vorstellungskraft des Betrachters gefordert wird.

Zudem wolle sie durch ihre Art der Kunst die Menschen dazu anregen, einen besonderen Blick für die Natur zu entwickeln, betont die gebürtige Treysaerin.

Ob konkret-figürlich als Torso oder abstrakt in Form einer Winterscheider Landschaft: Durch die Kombination des erdigen Naturmaterials mit entsprechenden Motiven gelingt es Gerlinde Vestweber, die nicht nur künstlerisch enge Beziehung zu ihrer Heimat auszudrücken.

Bis zum Oktober ist die Ausstellung dienstags und donnerstags von 15 bis 17 Uhr sowie in Sonderführungen nach Absprache mit der Tourist-Info Tel. 05684/7827 zu sehen.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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