Blinder Passagier im Auto auf großer Fahrt von Rotenburg nach Homberg

Blinder Passagier im Auto: Ein Kätzchen auf Irrfahrt

Das Resultat der Tierliebe: Alexandra Otto trägt einen Gipsverband weil sie von der Katze gebissen wurde, die im Autohaus am Kreisel aus dem Motorraum gerettet wurde. Mit dabei waren auch Geschäftsführer Ingo Nickel und Mitarbeiter Stefan Wagner. Foto: Thiery

Homberg. Ein niedlicher blinder Passagier hielt die gesamte Mannschaft des Autohauses am Kreisel in Homberg auf Trab: Eine schwarz-weiße Katze fuhr den ganzen Weg von Rotenburg bis in die Homberger Werkstatt über dem Tank eines Autos mit und wurde erst bei der Reparatur entdeckt, als sie sich maunzend über die ungebetene Störung äußerte.

Als Mitarbeiter Stefan Wagner in der Werkstatt zur Reparatur schreiten wollte, hörte er ein Miau und entdeckte dann das schwarz-weiße Fell und die weißen Pfötchen zwischen Kabeln und der Maschinentechnik.

Befreiung nicht möglich

„So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte der Geschäftsführer des Autohauses Ingo Nickel, der eilends herbei gerufen wurde. „Die Katze muss sich dort versteckt haben und hat sich die ganze Fahrt über dort aufgehalten“, vermutet er. Sie konnte zunächst nicht befreit werden.

Auch Alexandra Otto, Mitarbeiterin und Katzenliebhaberin, wurde zur Hilfe gerufen. „Wir hielten die Kabel hoch, riefen und lockten das Tier“, sagt sie. Die ganze Mannschaft stand um das Auto, beschreibt sie die ungewöhnliche Situation.

Stefan Wagner baute dann den Tank aus und befreite so das Kätzchen aus seiner misslichen Lage. Aber damit war es noch nicht gewesen. Die Geschichte ging noch einmal von vorne los. Die Katze rannte quer durch die Werkstatt und kroch in voller Panik unter das nächste Auto. Dort rettete sie sich in den Motorraum, steckte dort wieder fest und der Motor musste ausgebaut werden.

Im Motorraum eingeklemmt

Immer wieder kratzte sie und biss zu, weil sie sich bedroht fühlte. Einige Mitarbeiter trugen wegen ihrer Tierliebe ein paar Schrammen davon. Besonders schlimm erwischte es die Mitarbeiterin Alexandra Otto. Als sie die Katze in einen Karton verfrachten wollte, damit sie nicht wieder entwischt, wurde sie von ihr gebissen. Nun sitzt die Mitarbeiterin des Autohauses mit einem Gipsverband an der Rezeption, weil sich die Hand hochgradig entzündet hatte und dick angeschwollen ist. „Der Arzt will eine Blutvergiftung verhindern, außerdem muss ich den Arm ruhig halten.“, erzählt sie ohne Groll. Der Katze gehe es gut, das sei das wichtigste.

Und immer noch sorgt sie sich. „Vielleicht weiß jemand, wem die Katze gehört?“, rätselt die Mitarbeiterin.

Wem gehört die Katze?

Das Tier wurde von der Katzennothilfe abgeholt und ist nun in einem Tierheim in Rotenburg untergebracht. Das Tier muss seit Dienstag, 13. Dezember, vermisst sein und in Rotenburg seine Fahrt als freiwilliger Passagier aufgenommen haben. Die Katze ist etwa ein bis zwei Jahre alt.

Quelle: HNA

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