Hinweistafeln sollen Autofahrer zum Langsamfahren ermahnen

Ortsvorsteher: "Blitzer ist noch nicht vom Tisch"

Setzen sich für ein tempobewusstes Fahren im Leimsfelder Ortsbereich ein: (von links) Markus Neumann, Cora Ginzel und Armin Boppert. Foto: Haaß

Frielendorf/Leimsfeld. An der viel befahrenen Bundesstraße in Leimsfeld machen seit Kurzem auffällige Hinweistafeln Autofahrer auf die unfallträchtige Ampelkreuzung aufmerksam.

An beiden Ortseingängen hat die Bürgerinitiative „Arbeitskreis Ampelkreuzung Leimsfeld" die professionell gemachten Warnschilder an von Landwirten gespendeten Silageballen angebracht. „Sinn und Zweck der Schilder ist es, die Leute aufmerksam zu machen. Auswärtige wissen oft gar nicht, dass das hier eine Ortsdurchfahrt ist“, sagt Markus Neumann vom Arbeitskreis.

Entstanden sei die Idee für die Schilder bereits vor eineinhalb Jahren. Der schwere Verkehrsunfall im September 2014 habe die Umsetzung dann beschleunigt, erzählen die Mitglieder der Bürgerinitiative beim Ortstermin. Der Student für Medieninformatik, Tilman Ginzel, hat die Schilder entworfen und ihnen ein modernes und einprägsames Gesicht gegeben. Angelehnt sind die Motive an echte Warnschilder, die Finanzierung schulterte der Arbeitskreis.

„Subjektiv habe ich das Gefühl, dass es hilft“, stellt Neumann zufrieden fest und tatsächlich, auch beim Pressetermin reduzieren viele Autofahrer angesichts der Blitzerwarnung ihre Geschwindigkeit. Die Furcht vor einem Knöllchen kommt so den Leimsfeldern zugute.

Für den Arbeitskreis stellen die in Rücksprache mit der Gemeinde Frielendorf aufgestellten Warnschilder aber nur eine Übergangslösung dar. „Ein Blitzer ist noch nicht vom Tisch“, sagt Leimsfelds Ortsvorsteher Armin Boppert.

Da die Sanierungsmaßnahmen der Ortsdurchfahrt Leimsfeld von Hessen Mobil aber auf das Frühjahr 2016 verschoben worden sind, sei in nächster Zeit leider nicht mit der Installation einer festen Blitzeranlage zu rechnen, so der Ortsvorsteher weiter. In diesem Zusammenhang wartet der Arbeitskreis auch noch mit Spannung auf ein Gutachten der Polizeiakademie Wiesbaden.

Verärgert ist der Arbeitskreis nach wie vor über das Verhalten so mancher Behördenvertreter, lediglich die Gemeinde Frielendorf würde ihr Anliegen voll und ganz unterstützen. „Wir haben das Gefühl, dass das nicht so ganz ernst genommen wird. Uns wurde gesagt, wir seien ja kein Unfallschwerpunkt“, erzählt Arbeitskreis-Sprecher Markus Neumann und schüttelt angesichts der zahlreichen Unfälle in der Vergangenheit und der täglichen Beinaheunfälle an der Leimsfelder Ampelkreuzung den Kopf.

Von Matthias Haaß

Quelle: HNA

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