Die Rapper aus Freising stellen im Kulturzelt ihr neues Album vor

Blumentopf kommt ins Wolfhager Kulturzelt

Haben den HipHop und Rap geprägt: Die Band Blumentopf ist am 4. Juni im Wolfhager Kulturzelt zu Gast. Foto:  nh

Wolfhagen. Sie sind Pioniere, haben den HipHop und Rap in Deutschland entscheidend mitgeprägt. Seit 20 Jahren steht die Band Blumentopf in Originalbesetzung auf der Bühne.

Mehr als 600 Konzerte haben sie gegeben, ein weiteres kommt am Mittwoch, 5. Juni dazu, wenn die Musiker aus dem bayerischen Freising ab 20 Uhr auf der Bühne des Wolfhager Kulturzeltes stehen.

Spätestens durch ihre „Raportagen“, mit denen sie seit 2006 für die ARD die Spiele der deutschen Fußballnationalmannschaft bei Welt- und Europameisterschaften kommentieren, ist Blumentopf der ganzen Republik ein Begriff. Sogar beim Bundesvision Songcontest waren sie 2010 dabei, haben einen respektablen vierten Platz belegt.

Eigentlich alles erreicht, sind die Rapper Cajus Heinzmann, Bernhard Wunderlich, Florian Schuster und Roger Manglus und ihr DJ „Sepalot“ Sebastian Weiss noch lange nicht müde. Ganz im Gegenteil, Sepalot ist sogar in Aufbruchstimmung: „Wie klingt denn eine Rap-Band, deren Mitglieder alle Mitte 30 sind? Da gibt es noch keinen Weg, den man einfach nachgeht. Deswegen ist da viel Pioniergeist zu spüren.“

Die Blumentöpfe sind hungrig, was sie auf ihrem siebten Studioalbum „Nieder mit der GbR“ beweisen, auf dem sie fast noch ein wenig entspannter klingen, als sie es ohnehin schon immer taten. Rapper Roger Manglus weiß warum: „Mit der siebten Platte muss man keinem mehr beweisen, was für ein krass anderer Typ man ist - wir sind Blumentopf und wir sind so!“

Tatsächlich sind die Songs auf „Nieder mit der GbR“ wie die Essenz dessen, was die Band über die Jahre so beliebt gemacht hat. Die vier MC’s Cajus, Roger, Schu und Wunder lassen einem die treffenden Metaphern, Vergleiche, die intelligenten Wortspielereien, Wortverdreher und Wortumdeutungen nur so um die Ohren fliegen. Das bleibt einzigartig.

Unschlagbares Team

Die E-Gitarren des Vorgängers „Wir“ sind erst einmal weggepackt. Zurückgelehnte Soul- und Funksamples dominieren die Scheibe. Das erinnert an die frühen Alben „Großes Kino“ und „Eins A“ mit diesen locker dahingerappten Songs, die auf einem Spruch basieren und durch den typischen Blumentopf-Humor zu absoluten Highlights werden.

Auch in Wolfhagen wollen sie zeigen, welch unschlagbares Team sie sind. Vier MC’s und ein DJ, jeder mit seiner eigenen Persönlichkeit, seiner Perspektive auf die Dinge, seinem individuellen Rapstyle, seiner eigenen Art, Beats zu bauen. Das alles geballt in einer einzigen Band, wo gibt es das noch?

Quelle: HNA

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