83-Jähriger kam dort 2010 ums Leben

Bluthaus in Trümmern: Haus am Guxhagener Aueweg abgerissen

+

Guxhagen. Einen Guxhagener Ort des Verbrechens hat jetzt eine Abrissbirne in Schutt gelegt. Anschließend räumten große Baumaschinen die Einzelteile des Einfamilienhauses ab. Damit verschwand im Aueweg das letzte sichtbare Erinnerungszeichen an ein Tötungsdelikt vom November 2010.

Vor vier Jahren hieß der Aueweg in Guxhagen-Breitenau noch Heinrich-Klimmer-Straße. Die Gemeinde Guxhagen hatte sie im August 2011 mit Blick auf den Namensgeber in Aueweg umbenannt: Heinrich Klimmer war Nazi gewesen und hatte von 1933 bis 1940 die Korrektions- und Landesarbeitsanstalt in der Breitenau geleitet.

Im jetzt abgerissenen Einfamilienhaus wohnte im November 2010 der 83-jährige Walter H. Er fiel seinerzeit einem blutigen Gewaltverbrechen zum Opfer, für das sich eine damals 61-Jährige aus Zierenberg vor dem Kasseler Landgericht zu verantworten hatte: Nach dem Urteil vom März 2012 muss sie mit zehneinhalb Jahren Gefängnis dafür büßen, dass sie ihren 83 Jahre alten Großonkel in der Klimmer-Straße tötete und sein Haus anzustecken versuchte.

Seit dem Verbrechen stand das Haus leer. Eigentümer des Geländes ist inzwischen eine ortsansässige Spedition. Sie will auf dem Grundstück investieren, machte dazu aber keine weiteren Angaben. (yhg/lgr)

Lesen Sie auch:

- Prozess vor dem Landgericht Kassel: Frau soll Verwandten getötet haben

- Gutachter in Guxhagener Totschlagsprozess: Angeklagte ist schuldfähig

- Prozess wegen Tötung eines Guxhageners: "Frau handelte in Notwehr"

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare