Hombergerin vom Roten Kreuz für Engagement geehrt

Homberg. Karin Wiederhold aus Homberg hat ein klar definiertes Ziel: 110. Auf diese Anzahl an Blutspenden, das wären 55 Liter Blut, will sie es bringen. Das könnte knapp werden, denn es gibt eine Altersgrenze.

Wiederhold wird dieses Jahr 69 Jahre alt und darf nur Blut spenden, wenn ihr Hausarzt es erlaubt.

Die Hombergerin sagt von sich selbst: "Ich bin richtig süchtig nach Blutspenden." Los ging es im Jahr 1969, eine Nachbarin nahm sie damals sie wohnte noch in Wasenberg mit zum Roten Kreuz.

Der erste Versuch war nicht ganz einfach, erinnert sie sich. "Es mussten beide Arme herhalten, weil es erst nicht klappte." Dauerhaft abgeschreckt hat das Erlebnis Karin Wiederhold aber nicht, inzwischen war sie 105 mal bei der Blutspende. Das entspricht 52,5 Litern Blut.

Als Dank dafür wurde sie mit anderen Blutspendern sowie Ehrenamtlichen nach Berlin eingeladen. Dort gab es einen großen Bahnhof. Die DRK-Spitze um Ex-Innenminister Rudolf Seiters und Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg (Oberaula-Hausen) verlieh Wiederhold eine Ehrennadel in Gold.

Daneben gab es ein spannendes zweitägiges Programm. Karin Wiederhold schwärmt von der Show im Friedrichstadt-Palast und vom Essen in der Orangerie des Charlottenburger Schlosses. Dort speiste einige Tage später ein prominenter Gast: der US-Präsident Barack Obama. Im Ringen um möglichst viele Blutspenden hat Karin Wiederhold einen Nachteil: Männer dürfen maximal sechsmal im Jahr spenden, Frauen nur viermal "zu meinem großen Bedauern", wie sie sagt.

Meistens ging sie in Homberg zur Blutspende, aber sie fuhr auch schon mal nach Wabern, Remsfeld oder Trockenerfurth. Ihr gefalle besonders die Atmosphäre bei den Rotkreuz-Terminen, man kenne viele Spender ja nach einiger Zeit und treffe sich dann immer wieder. Außerdem ist Karin Wiederhold ein Mensch, der gerne hilft. So kümmert sie sich beispielsweise täglich um einen Nachbarn, der in ihrer Straße wohnt. Und sie hat dafür gesorgt, nicht die einzige Blutspenderin der Familie zu bleiben. "Wir sind alle Blutspender", sagt sie über ihre Familie, die aus ihrem Mann, dem Sohn und der Tochter besteht.

Die Spende helfe ja auch dem Spender, denn dessen Blut werde jedesmal analysiert, sagt die Hombergerin. Und vergisst nicht, den Mann von der Zeitung zu fragen: "Und, gehen Sie denn zur Blutspende?"

Von Olaf Dellit

www.blutspende.de

Quelle: HNA

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