Brunftführung: Bullen buhlen im Wildpark Knüll um Hirschkühe

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Er kann sie gut riechen: Dieser Rotwildhirsch im Wildpark Knüll testet am Geruch, ob eine Hirschkuh noch begattet werden kann. In dem Park leben drei Böcke und 19 Hirschkühe.

Allmuthshausen. Starker Körperbau, ein gewaltiges Geweih und ein dominanter Geruch machen aus einem Rotwildbullen den Platzhirsch - im Wildpark Knüll ist Brunftzeit.

Paarungszeit ist anstrengend, weiß Sara Engelbrecht vom Wildpark Knüll: „Während der Brunft ist der Platzhirsch im Dauerstress. Er frisst kaum und muss die Hirschkühe zusammenhalten.“

Seit zweieinhalb Wochen buhlen die drei Bullen im Wildpark um 19 Hirschkühe. „Das klare und kalte Wetter ist perfekt dafür“, sagt Sara Engelbrecht. Auch am Mittwoch soll es wieder trocken bleiben. Optimal, um sich ein letztes Mal die Brunft der Rotwildhirsche anzusehen.

Kurzclip: Sara Engelbrecht über die Hirschbrunft im Wildpark

Wenn der Wind weht, kann man den strengen Geruch, den die Hirsche aussenden, auch riechen. Damit müssen aber weniger die Kühe, als männliche Konkurrenz beeindruckt werden. Ist die eingeschüchtert, erübrigt sich ein Kampf. „Im Moment dürfen die Hirschkühe auch nicht gefüttert werden, sonst sehen die Bullen die Menschen als Konkurrenz“, so Engelbrecht.

Am meisten geschieht während der Brunft zu früher Morgen- oder Abendzeit. Dann kann man die Hirsche auch röhren hören. Mittwochabend findet ab 17.30 Uhr eine Brunftführung im Wildpark statt. Besucher können ohne Anmeldung eine Viertelstunde vorher zum Wildpark, Im Seckenhain 10, kommen.

Die Führung findet bei jedem Wetter statt und kostet für Kinder 4,50 Euro und für Erwachsene 8 Euro. Die Besucher dürfen sich dann gemeinsam mit Sara Engelbrecht auch abseits der Wege dem Brunftrudel nähern: „Das ist eine der spannendsten Führungen im Wildpark, denn man weiß nie, was passiert.“

Von Nora Sonnabend

Quelle: HNA

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