Die Kreissparkasse hatte zum sehr unterhaltsamen Kochspektakel eingeladen

Der Bohrer schlägt Schaum

Sie tischten auf: Albert Wittbrock , Björn Sassenroth und Rainer Kunoth (von links) begeisterten das Publikum mit ihrer komödiantischen Koch-Show in der Homberger Stadthalle. Foto:  Ehl-von Unwerth

HOMBERG. Schweres Heimwerker-Geschütz am Herd und artistisch zubereitete Appetithappen: Koch-Comedy à la carte stand am Freitagabend in der Homberger Stadthalle auf dem Programm.

Unter dem Motto „Leben Sie Gourmet“ hatte die Kreissparkasse Schwalm-Eder 230 Kunden zum kulinarischen Genuss mit hohem Unterhaltungswert geladen. Im Koch-Spektakel „Cirque de la Cuisine“ standen drei Männer am Herd: Koch Rainer Kunoth, Moderator Björn Sassenroth und Artist Albert Wittbrock zelebrierten in ihrer mobilen Kochbar so genanntes Dinnertainment der Extraklasse bei dem es um Klamauk, Körperbeherrschung und Kochkunst ging.

Hessische Todesspiralen

Auf der Karte stand ein Königliches Menü mit Wilburmedaillons (Schweinefilet) in einer Liaison mit Herzoginkartoffeln und Prinzessböhnchen als Hauptgang und gebackene Goldtaler (Apfelscheiben im Teigmantel) als Dessert.

Den Reiz des Kochtheaters machte dabei die Zubereitung mit küchenunüblichen Utensilien aus: Da ging es den Schalotten mit einem überdimensionalen Piratenmesser unter die Haut. Muskeln kontra Maschine lautete das Duell beim Sahne schlagen: Trat der eine Kontrahent mit bloßem Schneebesen an, bediente sich sein Gegner einer Heimwerker-Bohrmaschine mit zwei speziellen Besteckgabeln als Aufsatz.

Die Schwindel erregende (Ganzkörper-)Rotation schlug zwar nicht die Sahne steif, hinterließ aber überall Spuren: Das galt für den Protagonisten im Regenmantel ebenso wie für das hinter Cocktailschirmchen und Klarsichtfolie verschanzte Publikum. Das musste vor dem Menü-Genuss zudem Turnübungen vom kleinen Finger bis zum großen Zeh absolvieren.

Die Chefköche revanchierten sich mit Schneebesen- und Tomaten-Jonglage inklusive in Zeitlupe gedrehter „hessischer Todesspirale“ sowie Handstand-Akrobatik auf dem Boden und den Zuschauern.

Nach zwei Stunden hatte das Trio aus der Kochbar in jeder Beziehung genug angerichtet und erntete donnernden Applaus.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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