Geschichtsverein sucht für Buchprojekt alte Wolfhager Geschichten

Bongo-Wolf in der Hütte

Leben in hölzernen Baracken: Behelfsunterkünfte an der Unteren Straße am Wolfhager Ofenberg zeigt dieses 1949 entstandene Foto. Foto:  R. Kilian/nh

Wolfhagen. Bilder und ihre Geschichten: Unter diesem Thema veröffentlichen wir Fotos, die an Ereignisse und Geschichten aus der Vergangenheit erinnern. Diese Erinnerungen unserer Leser – lustig, interessant oder wissenswert – sollen am 17. August im Wolfhager Kulturladen beim „Ab in die Mitte“-Bücherfest zum Besten gegeben werden. Der Heimat- und Geschichtsverein Wolfhagen hofft, dass auf diese Weise ein von den Wolfhagern geschriebenes Buch entsteht.

Bei unserem heutigen Foto geht es um die Behelfsunterkünfte am Ofenberg. Noch vor Ende des Zweiten Weltkrieges entstanden diese Unterkünfte, von den Wolfhagern allgemein nur „Baracken“ genannt.

Hier waren meist kurzfristig evakuierte Familien, später auch Flüchtlinge und Heimatvertriebene untergebracht. Auf etwa vier mal fünf Metern Grundfläche errichtete man in doppelwandiger Bretterbauweise eine Hütte, die mit einem kleinen Windfang als Eingang versehen war, dem sich ein einziger Raum anschloss, der gleichzeitig als Wohn-, Schlafzimmer und Küche diente. Die Toilette und ein Holzschuppen wurden separat außen angebaut.

Die Baracken standen noch bis Ende der 1950er-Jahre und dienten unter anderem in dieser Zeit als Sozialunterkünfte für Bedürftige.

Spitznamen

Vielen Wolfhagern werden noch die Spitznamen einiger Menschen bekannt sein, die mehrere Jahre in diesem Baracken lebten. Von „Bongo-Wolf“ und „Mussolini“ beispielsweise erzählte man sich haarsträubende Geschichten.

Wer noch mehr Geschichten weiß – Dirk Lindemann vom Wolfhager Heimat- und Geschichtsverein sammelt die Erinnerungen. (bic) Kontakt: Dirk Lindemann, 05692/99 49 56, E-Mail: post@dilin.de, per Post: Dirk Lindemann, Minköfe 1, 34466 Wolfhagen

Quelle: HNA

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