Erste Veranstaltung war erfreulich gut besucht

Borkener begrüßen Asylsuchende in Begegnungs-Café

Ins Gespräch kommen: Pfarrer Jochen Löber (links) schenkte im Begegnungscafé den Asylbewerbern aus Albanien den Kaffee ein. Foto: privat

Borken. Mit Asylsuchenden haben die Borkener ein Begegnungs-Café eröffnet.

Die Tische im Foyer der Freien evangelischen Gemeinde waren mit einer Blume als Frühlingsgruß eingedeckt, auf jedem Platz lag ein Stück Schokolade. Darin steckte ein Fähnchen, auf dessen Wimpel auf der Vorderseite der Schriftzug „Herzlich willkommen“ stand. „Schön, dass Du da bist“, war auf die Rückseite gedruckt.

Eine gemütliche Runde hatten fleißige Hände vorbereitet, um die 37 Asylbewerber, die momentan in Borken untergebracht sind, zu begrüßen. Zum Begegnungs-Café hatte der Arbeitskreis eingeladen, der die Menschen aus fremden Ländern betreut und begleitet. Erfreulich groß war die Zahl der Frauen und Männer, die sich mit Engagement einbringen.

Mit Verzögerung begann das Kaffee trinken, denn die Asylbewerber aus Somalia hatten sich auf dem Weg zur Freien evangelischen Gemeinde verlaufen. Und dann, als alle da waren, fehlten Tische und Stühle. Eine große Runde, die schnell in viele Gespräche auch Tisch übergreifend vertieft war.

Rolf Waldeck, Vorsitzender des Arbeitskreises, freute sich über den guten Besuch. Mit den bisherigen Tätigkeiten des Arbeitskreises war er mehr als zufrieden. Es sei schlimm, betonte Bürgermeister Bernd Heßler, wenn man seine Heimat, wie in diesem Fall Albanien, Somalia, Äthiopien und Eritrea, aufgeben müsse. Deshalb heiße man sie in Borken willkommen und werde ihnen helfen und sie unterstützen.

Man sei erst am Anfang aller Bemühungen und es gäbe sicherlich ständig etwas zu verbessern und Mängel abzustellen. Und die Eigenverantwortung der Asylbewerber dürfe dabei nicht zu kurz kommen. „Mitmenschlichkeit darf nicht gepredigt, sondern muss geleistet werden“, sagte Heßler.

Momentan werden im Schwalm-Eder-Kreis, so Andreas Schwarzkopf von der Betreuungsstelle des Kreises für Zuwanderer, über 1000 Asylbewerber betreut, denen man zunächst Orientierungshilfe anbietet. In Kürze kommen weitere Asylbewerber aus Afghanistan, für die weitere Wohnfläche in der Habichtswaldstraße in Borken angemietet wird. Syrische Asylbewerber können bereits nach vier bis sechs Wochen eine Aufenthaltsbescheinigung erhalten, in anderen Fällen vergehen zwei bis drei Jahre. 

 • Das nächste Begegnungscafé findet am Dienstag, 14. April, ab 15 Uhr in der Türkisch-Islamischen Gemeinde, Arnsbacher Straße, statt. Kontakt  zum Arbeitskreis: Rolf Waldeck, Borken, Bobenhäuser Weg 12, Tel. 05682/738336.

Quelle: HNA

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