Borkener Neujahrsempfang: Mut und Motivation standen im Mittelpunkt

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Ehrung beim Borkener Neujahrsempfang: Oberst Lothar Krass (Mitte) wurde von Bürgermeister Bernd Heßler (rechts) und dem Ersten Stadtrat, Friedhelm Knigge, ausgezeichnet.

Borken. Ganz ums Mutmachen ging es beim Neujahrsempfang in Borken. Stadt und Raiffeisenbank hatten eingeladen und 350 Gäste waren gekommen.

„Ein neues Jahr ist wie ein Bankkunde“ sagte Bankchef Wolfgang König. Es habe verdient, einen Kredit zu bekommen. Es gehöre Mut dazu, der allgemeinen Verschuldung zu begegnen, aber Borken sei es wert sich zu bemühen, denn es sei „lebenswert, vielfältig und liebenswert“.

Auch der geschäftsführende Direktor des Hessischen Städtetages, Dr. Jürgen Dieter beschwor den Willen zum Sparen, doch „kaputtsparen dürfen sich die Städte auch nicht“.

Eine große Portion Optimismus verbreitete die Sportschützin Manuela Schmermund aus Mengshausen, die bei den Paralympics in London eine Silbermedaille gewonnen hatte. Motivation war ihr Thema. „Wie gehe ich damit um, wenn es in meinem Leben nicht fadengerade läuft?“

Die 350 Gäste des Bürgerhauses lauschten, was die querschnittsgelähmte junge Sportlerin über das „Aufstehen“ zu sagen hatte. Ihre Empfehlung: Mit kleinen erreichbaren Zielen beginnen und sich ausreichend Belohnungen erlauben. Sie warb dafür, Menschen mit Bewegungseinschränkungen ganz normal zu behandeln und die Hemmungen abzubauen.

Bürgermeister Bernd Heßler nutzte den Empfang, um seinen Mitarbeitern zu danken. Oberst Lothar Krass erhielt eine Ehrenkarte der Stadt Borken für sein Engagement. Heßler dankte den 120 Feuerwehrleuten für ihren Einsatz, gerade bei dem jüngsten Brand in Borken.

Motivation: Darüber sprach Gastrednerin Manuela Schmermund, die bei den Paralympics 2012 eine Silbermedaille gewann.

Bei allem Lob und Dank verschwieg er nicht, wie schwierig die finanzielle Situation sei und welche Einschränkungen auf die Borkener in den kommenden drei Jahren zukommen werden. Er schilderte aber auch, dass Borken für die Zukunft gut aufgestellt sei.

In seinem Ausblick erwähnte er den neuen Fachmarkt, der auf dem Gelände der Borkener Molkerei entsteht. Er sprach von einem Einkaufsprojekt in den Ortsteilen. Dort nämlich sollen gemeinsam mit tegut und der Starthilfe kleine Einkaufsläden entstehen. Ein Schwalm-Rad-Weg werde angelegt, der bald 100 Kilometer lang sei, und außerdem planen Christoph Wehrum (Raiffeisenbank) und Marko Körner (Gewerbevereinigung Borken) eine Gewerbevereinigung Schwalm-Eder.

Stadtverordneter Heinz Meier war seiner Zeit weit voraus und beschwor die deutsch-französische Freundschaft, die in Borken im kommenden Jahr zum 50-jährigen Bestehen gefeiert werde.

Am 6. Januar wurde das erste Borkener Baby geboren. Der jüngste Borkener, Theo Hahn, konnte aber nicht am Empfang teilnehmen.

Zur Unterhaltung spielten die Borkener Bläser unter der Leitung von Bianka Rauthe, und der Männergesangverein 1863 Borken und Chorleiter Oleg Linetsky begeisterten mit dem russischen Volkslied. Zum Ausklang sangen und spielten „Pitti und Antjen“, Peter Noll und Antje Wolf-Kublitz.

Von Helga Hebeler

Quelle: HNA

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