Bosse gastiert am 6. Juni im Wolfhager Kulturzelt

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Geschichtenerzähler: Bosse kommt am 6. Juni mit seinem aktuellen Album „Kraniche“ ins Wolfhager Kulturzelt.

Wolfhagen. Er ist ein begnadeter Beobachter und feinsinniger Geschichtenerzähler. Die Protagonisten seiner Songs sind nah und so nachvollziehbar.  Unbedingt will man mehr von ihnen wissen.

Axel Bosses Textzeilen sind Momentaufnahmen, die sich in Verbindung mit der Musik zu einem perfekten emotionalen Kopfkino verschmelzen. Eingefangen auf seinem neuen Album „Kraniche“ und live zu erleben am Donnerstag, 6. Juni, ab 20 Uhr im Wolfhager Kulturzelt.

Lange Zeit war er weg. Kraft tanken, durchatmen nach einer kräfteraubenden Zeit, die ihm sein Erfolgsalbum „Wartesaal“ beschert hat. Aber Axel Bosse ist zurück, im Gepäck ein Album, auf dem er Kraniche fliegen lässt und den „schönsten Tag“ besingt, der sich auch im Radio gut macht und in den Charts so weit nach oben kletterte, wie keine Bosse-Single jemals zuvor.

„Kraniche“ ist ein Album, das man so nur schreiben kann, wenn man freie Sicht genossen und neue Perspektiven entdeckt hat. Dafür ist der Braunschweiger nach Istanbul gereist, gemeinsam mit seiner kleinen Tochter und der deutsch-türkischen Ehefrau. Gastauftritte bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, die Teilnahme beim Bundesvision Song Contest und all den Medienrummel weit hinter sich wissend, begann der Weg eines anderen Bosse. Losgelöst von den kleinen oder großen Nichtigkeiten und Zwängen.

Der Bosse, der auf „Kraniche“ seinen Fans das Leben und sein Leben erzählt, ist ein Künstler, der neue Horizonte gesehen und eine neue Mitte gefunden hat. Eine Mitte aus überschäumendem Reichtum an Gefühlen und befreiender Gelassenheit gegenüber dem, was heute gemein als „Leben“ definiert wird.

So muss es sein. „Istanbul kam genau richtig nach diesen zwei anstrengenden Jahren“, blickt der aus Braunschweig stammende Künstler zurück. „Meine Stimme war kaputt und mein Kopf leer, da war die Grundangst, dass einfach irgendwann mal nichts mehr Gescheites kommt.“ So machte er sich auf, um Antworten zu finden: „ Ich konnte dort ausruhen, mal was anderes machen. Wir haben direkt am Taksim Platz gewohnt, vom Balkon konnten wir Schiffe sehen und vor der Tür war die Straße Tag und Nacht überfüllt.“

Irgendwann seien zwischen Gewusel und Boot fahren auch die Melodien und Ideen wieder gekommen, die er in Geschichten gepackt hat, um sie diesen Sommer auf den Festivalbühnen zu erzählen, sagt Bosse. (zhf)

Quelle: HNA

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