Sternsinger spenden Segen und sammeln Geld für weltweite Kinder-Projekte

Boten mit Stern und Krone

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Probelauf: Jannik Küstner, Lukas Schmandt und Darius Draude spendeten als die Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar schon vor der offiziellen Aktion in Naumburg dem Kindergarten, Alten- und Pflegeheim sowie Haus Martin den Sternsingersegen.

Naumburg. Viel Arbeit wartet auf die 37 Mädchen und Jungen der Naumburger katholischen Kirchengemeinde Sankt Crescentius.

Aufgeteilt in acht Dreiergruppen für die Kernstadt sowie zwei Vierer- und einer Fünfergruppe für alle Naumburger Stadtteile und den Bad Emstaler Ortsteil Merxhausen der dortigen Filialkirche Sankt Elisabeth schwärmen sie am kommenden Sonntag nach der Aussendungsfeier in der Stadtkirche aus. Kostümiert als die drei Weisen oder Könige aus dem Morgenland: Caspar, Melchior und Balthasar, die sich vor über 2000 Jahren auf den Weg gemacht hatten, um das im Stall von Bethlehem geborene Jesukind zu beschenken, spenden sie Haushalten Segen.

Hundertfach werden die kleinen Könige an die Haustüren klopfen, Gottes Segen erteilen, dies schriftlich durch die Zahlen 20 und 12 mit den dazwischen gefügten Großbuchstaben C, M und B dokumentieren und dafür um eine Geldspende bitten. Die Haussegenbuchstaben C, M sowie B stehen jedoch nicht für die Namen der Heiligen drei Könige, sondern für das lateinische „Christus mansionem benedicat“ (Christus segnet dieses Haus, diese Wohnung).

Die Sternsingeraktion steht unter dem Leitwort „Klopft an Türen, pocht auf Rechte.“ Neben dem Segen für die Menschen haben die kleinen Boten des Friedens aber noch eine weitere wichtige Botschaft dabei: Sie machen sich stark für die weltweite Einhaltung und Umsetzung der Kinderrechte. Denn mit dem gesammelten Geld werden weltweit 3000 Kinderprojekte unterstützt. Hilfsschwerpunktland ist diesmal das mittelamerikanische Nigaragua.

„Erstmals“, so Katrin Wiederhold, die mit weiteren ehrenamtlichen Helferinnen die Naumburger Sternsinger vorbereitete, „merken wir in unserer Kirchengemeinde den demografischen Wandel. Wir haben zu wenige katholische Kinder bis zum 14. Lebensjahr“. Erfreulich sei deshalb, dass auch evangelische Mädchen und Jungen aus Naumburg und Bad Emstal sich bereit erklärt haben, die Aktion zu unterstützen. Wer sich noch kurzfristig fürs Mitmachen entscheidet, sollte sich umgehend melden, damit alle Haushalte in Naumburg und Bad Emstal von den Sternsingern am 8. Januar besucht werden können.

HINTERGRUND

Von Reinhard Michl

Quelle: HNA

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