Oft waren Feuerwerkskörper die Ursache

Brände und zahlreiche Verletzte: Viele Notfälle in der Kasseler Silvesternacht

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Feuerwehr-Einsatz an der alten Warte: Reichlich Arbeit für die Einsatzkräfte in der Silvesternacht.

Die Silvesternacht nahm für zahlreiche Kasseler kein gutes Ende: Sie wurden durch Feuerwerkskörper teilweise schwer verletzt. Außerdem brannte es im Stadtgebiet vielfach. 

Rund um den Jahreswechsel haben sich in Kassel zahlreiche Brände ereignet. Immerhin gab es dabei keine größeren Schäden. Dramatischer lief es für mehr als ein Dutzend Kasseler ab, die beim laut Feuerwehr "offensichtlich nicht fachgerechten Umgang" mit Feuerwerkskörpern zum Teil schwer verletzt wurden.

Neben Handverletzungen kam es auch zu mehreren Augen- und Kopfverletzungen. Diese führten dazu, dass gegen 0.30 Uhr kurzzeitig nahezu alle Rettungswagen im Stadtgebiet Kassel im Einsatz waren. 

Außerdem musste die Feuerwehr in der Silvesternacht zahlreiche Brände löschen. Während der Tag sowie der frühe Abend aus Sicht der Einsatzkräfte noch ruhig verliefen, änderte sich das zum Jahreswechsel schlagartig. Zwischen Mitternacht und 1 Uhr musste die Feuerwehr Kassel innerhalb von einer Stunde so oft ausrücken wie sonst an einem durchschnittlichen Tag insgesamt. 

Silvester in Kassel: Zahlreiche Brände

Gegen 22 Uhr begann alles mit einem Gebäudebrand „An der alten Warte“ im Stadtteil Philippinenhof-Warteberg. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte ein Zimmer im ersten Obergeschoss eines Einfamilienwohnhauses lichterloh. Die Feuerwehr löschte den Brand unter Atemschutz. Das Geschoss musste anschließend entraucht werden. Die erste Etage ist vorläufig unbewohnbar. Eine Person kam mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Der Schaden am Haus wird auf 10.000 Euro geschätzt. 

Kurz nach Mitternacht gingen gleich mehrere Notrufe ein, die einen Gebäudebrand in der Heinrich-Plett-Straße meldeten. Bei Eintreffen der Feuerwehr brannte aufgrund einer fehlgeleiteten Silvesterrakete ein Balkon im 14. Obergeschoss von einem Wohnhochhaus. Durch das Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Wohnung verhindert werden. Der Sachschaden wird in diesem Fall auf 5000 Euro geschätzt. 

Insgesamt kamen im Stadtgebiet Kassel etwa 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr zum Einsatz. Die Berufsfeuerwehr wurde dabei von den Freiwilligen Feuerwehren Forstfeld, Nordshausen und Wolfsanger unterstützt. 

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg mussten die Feuerwehren zu gleich zwei großen Bränden ausrücken: In Ehringen brannte eine Stall- und Scheunenanlage und in Strothe ein Strohlager.

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