69-Jährige bei Schwelbrand leicht verletzt

Wehr verhinderte Feuer in Weidelbacher Fachwerkhaus

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Weidelbach. Eine 69-Jährige hat sich bei einem Schwelbrand leicht verletzt. Die Feuerwehren aus Spangenberg verhinderten, dass der Dachstuhl eines ehemaligen Anwesen in Weidelbach in Brand geriet.

Einen gehörigen Schreck bekamen nach Angaben der Feuerwehr die Bewohner des Fachwerkhauses am Tränkeweg des Spangenberger Stadtteils am Montagvormittag. Kurz vor 10 Uhr bemerkte die 32-jährige Bewohnerin des Hauses starken Brandgeruch. Sie informierte ihre Mutter, die sofort in das obere Stockwerk lief. Dort war bereits alles total verqualmt. Die Damen alarmierten sofort die Feuerwehr.

Die 69-jährige Mutter öffnete noch schnell alle Fenster bevor sie gemeinsam mit ihrer Tochter das Haus verließ. Dabei atmete sie giftigen Rauch ein. Der Einsatzleiter der Feuerwehr, Stadtbrandinspektor Uwe Bauer, veranlasste dann, dass die Dame, obwohl sie nach eigenen Angaben keine gesundheitlichen Probleme hatte, vom Rettungsdienst zur Beobachtung in die Asklepios-Klinik nach Melsungen gebracht wurde, denn die lebensgefährlichen Auswirkungen einer Rauchgasinhalation können teilweise auch erst nach Stunden und Tagen auftreten.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang bereits dichter Rauch aus dem gesamten Dach des ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens, das von drei Personen bewohnt wird. Die Feuerwehrleute stellten auf dem Dachboden des Hauses fest, dass sich das Feuer durch einen alten Ofenrohranschluss am Schornstein in die Lehmdecke hineingefressen hatte. Sie öffneten die Decke neben dem Schornstein und löschten die Glut.

Aktualisiert um 14.48 Uhr.

Wegen der starken Rauchentwicklung auf dem Dachboden mussten die Feuerwehrleute Atemschutzgeräte tragen. Der Rauch wurde mit einem Hochdrucklüfter aus dem Haus geblasen. Auch der zuständige Bezirksschornsteinfegermeister aus Söhrewald war an der Einsatzstelle und unterstützte die Feuerwehrleute. Der Ruß wurde mit Eimern aus dem Haus gebracht und musste vor dem Haus noch gelöscht werden, da die Glut immer wieder aufflammte. Mit der Wärmebildkamera wurden die betroffen Gebäudeteile auf weitere Glutnester abgesucht. Die Höhe des Sachschadens steht nicht fest.

Insgesamt waren 44 Feuerwehrleute, davon zehn Atemschutzgeräteträger, der Wehren aus Weidelbach, Spangenberg, Elbersdorf, Bergheim, Pfieffe und Vockerode-Dinkelsberg an der Einsatzstelle auf dem Pferdehof. Auch Kreisbrandmeister Heinz Boßmann vom Brandschutzaufsichtsdienst des Schwalm-Eder-Kreises unterstützte die Wehren vor Ort. Bis auf eine Brandwache, die von der Feuerwehr Weidelbach gestellt wurde, rückten alle Wehren ab 12.30 Uhr wieder in ihre Unterkünfte ab. (zot)

Quelle: HNA

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