Brandhaus in Merzhausen: Feuer flammte wieder auf

Einsatzfahrzeug der Wehr Merzhausen am Dienstagabend am Brandort, Ziegenhainer Straße. Foto: Döringer

Ottrau/Willingshausen. Nach den verheerenden Bränden in Immichenhain und Merzhausen am Sonntag und am Montag haben die Feuerwehren immer noch alle Hände voll mit Nachlöscharbeiten zu tun. Besonders tragisch:

Aktualisiert um 15.20 Uhr

Die Brandruine in der Hauptstraße in Immichenhain, in der der 52-jährige Eigentümer umkam, darf wegen Einsturzgefahr von niemandem betreten werden. Die Ermittlungsakte führt die Staatsanwaltschaft Marburg. Der HNA liegen keine Informationen darüber vor, ob es neue Erkenntnisse zur Brandursache gibt.

Der Ottrauer Gemeindebrandinspektor Karl-Heinz Maus berichtete, dass von Montag bis Mittwoch immer wieder nachgelöscht wurde.

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Am Dienstag gab es frühmorgens einen erneuten Feueralarm, die Löscharbeiten zogen sich bis zum Mittag. Die am Montag vom Technischen Hilfswerk (THW) eingebauten Stützen wurden in Mitleidenschaft gezogen - durch ausbrechende Balken und die Nachlöscharbeiten. Am Mittwochvormittag war erneut die Drehleiter aus Neukirchen vor Ort, noch einmal wurde auch Netzmittel eingesetzt. Maus sagte, auch die neue Wärmebildkamera sei eine wertvolle Hilfe gewesen.

Zum Brandhaus in der Ziegenhainer Straße in Merzhausen mussten Feuerwehrleute ebenfalls mehrfach ausrücken. Erste Nachlöscharbeiten wurden am Montagabend geleistet, als Glutnester aufflammten. Auch am Mittwochabend und am Donnerstag war die Wehr im Einsatz. Wie in Immichenhain wurde mit Netzmittel gearbeitet. Anstatt mit dem Schaumrohr wird es mit einem Mehrzweckrohr ausgebracht, erläuterte Gemeindebrandinspektor Horst Faust. Das Mittel dringt in die Oberflächen ein und bewirkt, dass sie wieder Wasser aufnehmen.

Auch in Merzhausen kam die Wärmebildkamera zum Einsatz, auch diese Brandruine darf nicht betreten werden, teilweise sind die Geschossdecken heruntergebrochen, die Giebelwand zur Straße ist vorsorglich eingerissen worden.

Die Kripo ist beim bisherigen Stand, nach dem das Feuer von einem alten Holzofen ausgegangen sein könnte. Wirklich feststellbar sei das wegen des Zerstörungsgrades aber nicht, erklärte Kriposprecher Reinhard Giesa. Der Stand werde wohl so an die Staatsanwaltschaft gegeben werden.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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