Brasilianer in Melsungen auf den Spuren ihrer Vorfahren

Deutsch-brasilianische Freundschaft: Die beiden Organisatoren Dieter Elsner und Marcelo Sauthier mit den jungen brasilianischen Fußballern zu Gast in Melsungen, im Bild vor dem Rathaus. Foto: Feser

Melsungen. Braslianer mit deutschen Vorfahren sind in Melsungen zu Besuch. Sie heißen Klein, Freiberger und Schneider - und wohnen im Süden Brasiliens.

Die Kleins, Freibergers und Schneiders sind Nachfahren von deutschen Auswanderern, und alle spielen Fußball.  Seit drei Wochen sind die 55 Brasilianer zu Gast im Schwalm-Eder-Kreis: Sie spielten Fußball - zum Beispiel in Dissen - reisten nach Berlin, an den Rhein und besuchten auch Melsungen.

Die Fachwerkhäuser haben ihnen am besten gefallen: „Bei uns sind Häuser alt, wenn sie vor 200 Jahren gebaut wurden“, sagt Jacinto Klein, „aber hier gibt’s Häuser, die 600 Jahre alt sind.“ Natürlich spricht Jacinto deutsch - „deitsch“ wie er im Dialekt seiner Vorfahren sagt. Jacinto Kleins Ahne ist im Jahr 1824 mit 38 Frauen und Männern vom Hunsrück in den Süden Brasiliens ausgewandert. Die Region Vale do riocai liegt im Bundesland Rio Grande do Sul und 2400 Kilometer von der brasilianischen Hauptstadt Brasilia entfernt.

Noch heute, also knapp 200 Jahre später, spricht ein Großteil der Bevölkerung in der Region Vale do riocai deutsch - wenn auch nur noch in den Familien und in der Schule. „Bei uns ist Deutsch ein Pflichtfach“, berichtet Jacinto Klein. Mit einer Schulstunde pro Woche.

Den Organisator der brasilianisch-deutschen Freundschaft, Dieter Elsner aus Guxhagen, kennt Jacinto Klein bereits seit Jahren.

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Von Claudia Feser

Quelle: HNA

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