Borkener Muslimgemeinde veranstaltet Typisierungsaktion

Cem braucht Hilfe

Ein Piks kann Leben retten: In Borken ist eine Typisierungsaktion geplant. Unser Archivbild stammt von einer ähnlichen Aktion in Fritzlar im Jahr 2007. Archivfoto: Lange-Michael

Borken. Der fünfjährige Cem aus Herdecke in Nordrhein-Westfalen leidet an einer bösartigen Erkrankung des blutbildenden Systems. Den Großteil seiner Kindheit hat er im Krankenhaus verbracht. Eine Knochenmarkspende könnte dem Jungen helfen.

Um mögliche Spender zu finden, beteiligt sich die türkisch-islamische Gemeinde in Borken an einer Typisierungsaktion. Wenn es gelingt, jemanden zu finden, der die gleichen DNA-Merkmale wie der Junge hat, könnte das seine Rettung sein. Dafür muss das Blut der möglichen Spender untersucht werden. Die Daten gehen in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und können möglicherweise auch für andere Betroffene eine Hilfe sein.

Die Aktion in den Räumen der Borkener Gemeinde in der Arnsbacher Straße 16 läuft am Sonntag, 30. September, von 12 bis 16 Uhr.

Um dem fünfjährigen Cem und möglicherweise auch anderen Patienten zu helfen, kooperiert der Landesverband Hessen der DITIB, das ist die Dachorganisation der türkisch-islamischen Gemeinden, mit der DKMS. In möglichst vielen Moscheegemeinden sollen sich Spender registrieren lassen.

„Diese Aktion ist uns eine Herzensangelegenheit“, sagt Recep Akdag, Vorsitzender der Borkener Vereins und weiter: „Heute ist es Cem der unsere Hilfe und Unterstützung benötigt, morgen vielleicht jemand aus unserer Gemeinde.“

Als ein Borkener Feuerwehrmann im Jahr 2007 auf eine Knochenmarkspende angewiesen war, war eine Unterstützung durch die islamische Gemeinde eine Selbstverständlichkeit, erinnert sich Akdag.

Geldspenden erbeten

Die Registrierung und Typisierung eines Spenders kostet die DKMS 50 Euro. Als gemeinnützige Gesellschaft ist sie auf Geldspenden angewiesen. Um die Aktion in Borken auf die Beine zu stellen, werde finanzielle Hilfe benötigt.

Registrieren lassen kann sich grundsätzlich jeder zwischen 18 und 55 Jahren, der in guter gesundheitlicher Verfassung ist. Er muss eine Einverständniserklärung ausfüllen, dann werden ihm fünf Milliliter Blut abgenommen. Wer bereits in der Datei ist, müsse sich nicht neu registrieren lassen, teilt die DKMS mit. (ode) • DKMS, Spendenkonto Kontonummer 671 500 07 bei der Isbank GmbH, Bankleitzahl 502 306 00.

Quelle: HNA

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