Auf dem Brauhausplatz in Spangenberg riefen über sechzig Hähne um die Wette

Familiensache: Helmut Friedrich (links) und sein Enkel Philipp Wille traten beim Wettkrähen mit gleich mehreren Hähnen an. Auf dem Foto: Hahn Heinrich IX. Foto: V. Koch

Spangenberg. Wie es klingt, wenn über sechzig Hähne um die Wette krähen, war am Sonntag in Spangenberg zu hören. Ab zehn Uhr drangen die Rufe des Gefieders durch die Innenstadt und lockten einige Besucher auf den Brauhausplatz am Backhaus.

Eine halbe Stunde lang wurden die Hähne beim Krähen in ihren Käfigen genau beobachtet. Mit einer Strichliste wurde am Ende ermittelt, welcher Hahn am meisten gekräht hat. „Jeder Beobachter wertet dabei sechs Hähne aus“, sagt der Vorsitzende des Rassegeflügelzuchtvereins Spangenberg, Karl Deist. Gekräht wird in drei Gruppen. Unterschieden wird dabei zwischen großen Hähnen, Zwerghähnen und Ur-Zwergen.

„Die 21 hat richtig gut gekräht.“

„Das Wettkrähen ist nur zum Spaß“, sagte Deist. Vor Beginn der Geflügelausstellungen im Herbst ist es ein fester Termin des Rassegeflügelzuchtvereins. Schon zum 24. Mal wurde in Spangenberg um die Wette gekräht. Mit ihren gefiederten Tieren waren auch Mitglieder der Vereine aus Velmeden und Rotenburg gekommen. „Das Wettkrähen wird gut angenommen“, sagte Deist. Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf von Essen und Getränken spendet der Zuchtverein jedes Jahr an den Heimatverein Spangenberg.

Der stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes der Rassegeflügelzüchter, Helmuth Krengel, freute sich über die vielen gefiederten Wettstreiter. „Es ist wichtig, dass wir zeigen: Wir sind da und wir machen etwas“, sagte Krengel.

Gleich mit fünf Hähnen war Philipp Wille zu dem Wettbewerb gekommen. Seine Hähne hat der Elfjährige alle selbst groß gezogen. „Wir haben eine Landwirtschaft in Bergheim und sogar eine eigene Brutmaschine“, sagte Wille. Vor allem mit der Leistung seines großen Hahns im Käfig Nummer 21 war der Elfjährige sehr zufrieden. „Die 21 hat richtig gut gekräht“, sagt er.

Quelle: HNA

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