B. Braun finanziert Feuerwehrstützpunkt in Melsungen vor

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Am Löwe-Kreisel: Auf dem Gelände beginnen im kommenden Monat die Erdarbeiten. Die Abwicklung des Baus ist Sache von B. Braun.

Melsungen. Am Melsunger Löwe-Kreisel rollen im nächsten Monat die Bagger an: Dort beginnt der Bau des neuen Feuerwehrstützpunktes, den der Medizintechnikhersteller B. Braun und die Stadt Melsungen gemeinsam bauen. Mittlerweile sind auch die finanziellen Details geregelt.

Stadt und Unternehmen planen, einen Stützpunkt für die Freiwillige Feuerwehr und die Werksfeuerwehr zu errichten. Bisher sind die Wehren am Sand und am Spangerweg untergebracht.

„Mitte Juli geht es los“, sagt Roland Schmidt, Leiter des Melsunger Ordnungsamtes. Die gute Nachricht für die Autofahrer: Verkehrsbehinderungen auf der angrenzenden Straße soll es durch die Baustelle nicht geben.

„Die Bietergespräche für die Erdarbeiten und Außenanlagen haben jetzt stattgefunden, am 2. Juli werden wir die Aufträge erteilen“, sagt Klaus-Dieter Zielke, Leiter Betriebssicherheit und Umweltschutz bei B. Braun.

Bei der Stadt Melsungen zeigt man sich relativ entspannt: Zwar habe man gemeinsam geplant, die Bauabwicklung liege aber ausschließlich bei B. Braun.

Das Unternehmen überwacht den Fortschritt und wenn etwas schiefgeht, setze das Unternehmen auch die Gewährleistungssansprüche durch, heißt es im Entwurf des Realisierungsvertrages. Dem hatte das Melsunger Stadtparlament kürzlich zugestimmt und damit den Weg frei gemacht für das Projekt, das hessenweit als einzigartig gilt.

Im Vertrag werden die Baukosten mit 7,1 Millionen Euro veranschlagt. Das Grundstück an der Nürnberger Straße gehört bereits B. Braun. Das Unternehmen ist Bauherr des Projekts.

Erst nach Fertigstellung des Gebäudes im Jahr 2013 wird die Stadt einen Eigentumsanteil von 70 Prozent an Grundstück und Gebäude erwerben und den Feuerwehrstützpunkt betreiben.

Das Unternehmen B. Braun werde Melsungen zudem die Grundstücks- und Baukosten vorfinanzieren – ohne Mehrkosten, heißt es im Vertragsentwurf.

So muss die Stadt voraussichtlich 4,97 Millionen Euro aufbringen. Der Schwalm-Eder-Kreis fördert das Projekt mit 1,7 Millionen Euro. Das Land Hessen wird laut Förderrichtlinien bis zu 787.200 Euro beisteuern.

Von Göran Gehlen

Quelle: HNA

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