Arbeiten bis Frühjahr 2016

B. Braun investiert in Um- und Neubau der Melsunger Gesamtschule 12 Millionen

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Abriss läuft: Auf dem Schulgelände der Melsunger Gesamtschule wird derzeit. Foto:  Till Krapp

Melsungen. Der Umbau der Melsunger Gesamtschule ist in vollem Gange. Erstmals in der Geschichte des Landkreises baut mit der B. Braun Melsungen AG ein privates Unternehmen für den Schulträger.

Der Medizintechnikhersteller wird anlässlich seines 175. Geburtstages die etwa zwölf Millionen Euro für den Um- und Neubau übernehmen.

Im Frühjahr 2016 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Tolle Atmosphäre: So soll es in der Melsunger Gesamtschule 2016 aussehen. Das Kasseler Architektur-Büro Foundation 5+ ist mit der Planung beauftragt, von ihm stammt auch diese Visualisierung des Pausenraums. Foto: privat

Die Belästigungen für die Schüler und Lehrer seien bisher erträglich und im Rahmen, sagt Dr. Matthias Bohn, Schulleiter. Man ertrage sie ohnehin gerne, wisse man doch wofür. An der Dreux-Allee entsteht in den kommenden Monaten ein Neubau, der genutzt wird, während das ehemalige Schulgebäude umgebaut wird. Die Veränderungen sind bereits deutlich zu sehen, so ist beispielsweise der Haupteingang gesperrt und das Hausmeisterhaus ist bereits abgerissen (Foto). „Wir freuen uns auf das neue Gesicht und die Gestalt der Schule“, sagt Bohn. Drei wesentliche Neuerungen wird es geben:

• In jedem Klassenraumtrakt und den naturwissenschaftlichen Bereichen wird es Projektflächen geben. Diese sind von den Klassenzimmern - zum Teil durch Glasfronten - aus einsehbar und stehen für Gruppenarbeit und andere Lernformen zur Verfügung.

• Der neue Gebäudekomplex wird als Campus hufeisenartig angelegt. In einem zentralen Gebäude werden künftig die Nachmittagsangebote stattfinden und die Mediathek untergebracht. Das gesamte Gebäude wird ausschließlich für diesen Bereich genutzt.

• Pausenhalle und Mensa bilden künftig einen großen und hellen Bereich, der auch für externe Kultur-Veranstaltungen für bis zu 400 Menschen genutzt werden kann. Die alte Aula bleibe aber erhalten, sagt Bohn.

Die Zusammenarbeit mit Braun sei hervorragend. „Der schulische Bauausschuss war sogar in die Detailplanung eingebunden“, sagt Bohn. Ungewöhnlich ist die Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis als Schulträger und Braun als Bauherr. Formal stellt es sich so dar: Der Landkreis gestattet der B. Braun Melsungen AG auf dem Gelände einen Neubau zu errichten und an dem Schulgebäude Umbau- und Sanierungsarbeiten in Abstimmung mit dem Schulträger vorzunehmen. Darüber hinaus wurde auch der Abriss des Hausmeisterhauses und der Abriss des 70er-Jahre-Gebäudeteils gestattet, heißt es von der Schulverwaltung.

Standards gelten

Die Standards, die bei vergleichbaren Sanierungen an den anderen Schulen umgesetzt werden, sind einzuhalten, heißt es von der Schulverwaltung. Dies gelte insbesondere für die künftigen Bewirtschaftungskosten. Die sanierte Schule muss die Anforderungen des inklusiven Lernens erfüllen und wird daher barrierefrei gestaltet: Mit einem Aufzug und über Rampen und eine Brücke geht es vom Parkplatz direkt ins Obergeschoss der Schule. Der Umbau ist in zwei Projekte gegliedert: 2014 investiert Braun etwa sechs Mio. Euro in Abrisse, Bau Nordflügel und Umbau Altbau I (Südflügel). 2015 folgen Abriss 70er-Gebäude, Neubau Pausenhalle und Umbau Ostflügel. Der Pavillon und die Außenanlagen werden ebenfalls neu gemacht. Kosten für den 2. Bauabschnitt: sechs Mio. Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa zwölf Mio. Euro. (ddd)

Quelle: HNA

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