B. Braun: 1,3 Milliarden Umsatz über Verteilzentrum in Melsungen

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Blick ins Warenverteilzentrum: Ein B. Braun-Mitarbeiter ist auf einem Kommissionierungsfahrzeug unterwegs. Bei der Kommissionierung werden bestellte Teilmengen von Artikeln zusammengestellt.

Melsungen. Infusionssets, Braunülen und Pumpen - für die Herstellung solcher Produkte ist der Melsunger Medizintechnikhersteller B. Braun bekannt. Doch tatsächlich muss das Unternehmen noch ganz andere Qualitäten beweisen, um am Weltmarkt erfolgreich zu sein.

Logistik bei B.Braun in Melsungen

Die Logistik muss stimmen, um Kunden weltweit mit B. Braun-Produkten zu versorgen.

Heinz Rüdiger

Wie das funktioniert, zeigte das Unternehmen der Öffentlichkeit am Donnerstag. Beim Tag der Logistik lud B. Braun Interessierte ein und zeigte unter anderem das Melsunger Warenverteilzentrum (WVZ), das Herz der Unternehmenslogistik. Von den insgesamt 4,6 Milliarden Euro Umsatz im Jahr laufen 1,3 Milliarden über das Melsunger WVZ.

„Die Logistik ist praktisch das Herzstück des Unternehmens“, sagt Reinhard Vaupel, Ausbilder für Logistikberufe und -studiengänge bei B. Braun. Sie sorge dafür, dass Blut in die richtigen Bahnen gepumpt wird.

Eine der großen Herausforderungen ist dabei das enorme Volumen der meisten Lieferungen: Der Wert der Ware ist im Vergleich zu Volumen und Gewicht relativ gering. So sei eine Palette mit Infusionslösungen ein paar Hundert Euro wert - trotzdem müssen sie in hohen Stückzahlen zu Kunden transportiert werden.

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Das große Transportvolumen hat seinen Preis: Etwa acht Prozent des Umsatzes wendet B. Braun für die Logistik auf. Das sei für eine Volumenlogistik ein guter Wert, erklärt Heinz Rüdiger, ehemaliger Logistikleiter in Melsungen.

Im Warenverteilzentrum Melsungen hat B. Braun Lagerflächen für insgesamt 68 000 Europaletten. 2011 wurden täglich 4000 Lieferscheine - quasi die Einkaufszettel - abgearbeitet. Pro Tag wurden 650 Tonnen versandt, das sind 80 Sattelauflieger mit je 33 Paletten.

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Von Göran Gehlen

Quelle: HNA

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