Förster sind erstaunt über stark gestiegene Nachfrage

Brennholz ist knapp und wird noch teurer

Wolfhager land. Immer mehr Menschen heizen ihre Häuser und Wohnungen mit Holz. Auch Kraftwerke verfeuern den Rohstoff zunehmend. Mit steigender Nachfrage schnellen auch die Preise für Holz und Pellets in die Höhe. Brennholz werde sich in den kommenden Jahren weiter verknappen, vermutet Uwe Zindel, Forstamtsleiter in Wolfhagen.

Die Wirtschaftskrise hatte die Holzwirtschaft zeitweise ausgebremst, sodass der Landesbetrieb Hessen-Forst noch vor einem Jahr Umsatzeinbußen vermeldete. Durch Schäden nach dem Orkan Xynthia Ende Februar 2010 stand in den heimischen Wäldern viel Holz zum Verkauf. Seit einigen Monaten sei die Nachfrage mit dem Aufwind der Konjunktur gestiegen, teilt Uwe Zindel mit. „Dieser Anstieg hat selbst erfahrene Förster überrascht“, sagt Zindel. Derzeit könne die Nachfrage nicht mehr vollständig gedeckt werden. Schäden, die etwa durch Stürme und Borkenkäfer entstehen, hätten dazu geführt, dass nicht mehr so viel Holz vorhanden sei wie noch vor drei Jahren. Im Jahr 2007 wurden im Gebiet des Forstamtes 135 000 Festmeter (Kubikmeter) Holz bereitgestellt. Jetzt seien pro Jahr nur 115 000 Festmeter verfügbar, der Anteil an Brennholz betrage etwa 12 000 Festmeter.

Derzeit würde es verstärkt Anfragen von privaten Kunden geben, die große Mengen Brennholz aufarbeiten und weiterverkaufen wollen. Allen Anfragen könne das Forstamt jedoch nicht mehr nachkommen, da zunächst die Holzindustrie beliefert werden müsse, erklärt Zindel.

In unserer Region werde der Bedarf an Brennholz noch mehr steigen, wenn das neue Blockheizkraftwerk für die Firma Bio Energie Wolfhagen auf dem ehemaligen Kasernengelände in Betrieb genommen wird. Um nachhaltig zu wirtschaften, wird laut Forstamtsleiter Zindel aber nicht mehr Holz geerntet als nachwächst. HINTERGRUND, ZUM TAGE, Seite 3

Von Stefanie Dietzel

Quelle: HNA

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