Renovierung der Kirche Breuna läuft

Erste Arbeiten haben begonnen: Der Fußboden der Empore in der Breunaer Kirche wurde freigelegt. Dabei kamen unter anderm die alten und ungewöhnlichen Isolierungen der Heizung zum Vorschein (im Vordergrund). Fotos: Ulbrich

Breuna. Dass Pfarrer Thomas Wischnath ein gläubiger Mensch ist, liegt auf der Hand. Daher verwundert es auch nicht, wenn er sagt: „Ich glaube daran, dass wir mit der Innenrenovierung der Kirche bis Weihnachten 2013 fertig sind.“

Mit der aufwändigen Sanierung des Gotteshauses wurde nun begonnen, als erster Arbeitsschritt der Fußboden der Empore abgetragen und freigelegt. Sie ist ab sofort für Besucher gesperrt, der Rest der Kirche aber noch bis Frühjahr 2013 begehbar.

Dass eine Renovierung der Kirche nötig ist, wird beim Blick in den Innenraum schnell deutlich. Die Holzbänke im matten Blau versprühen einen eher morbiden Charme, selbstgebaute Holzpodeste dienen als provisorische Vergrößerung des Altarraums. Kein Wunder, ist die letzte größere Modernisierung des über 750 Jahre alten Hauses doch im Jahr 1969/70 gewesen. Auch technisch befindet sich die Kirche auf diesem Stand, die Heizungsinstallation ist gar aus den 30er Jahren. Dies soll sich nun ändern, sagt Pfarrer Wischnath.

Genau wie sich die Formen der Gottesdienste gewandelt haben, hin zu mehr Familien- und Gruppenandachten, soll auch der Innenraum funktionaler und großzügiger gestaltet werden. Neben mehr Platz in einigen Bereichen wie dem Altarraum, soll das Gotteshaus künftig Barrierefrei sein und für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen zugänglich sein. Damit gehe man auf die Bedürfnisse der Kirchgänger ein, sagt Wischnath. Die Orgel, die einen schlechten Raumklang habe, soll versetzt werden, ebenso die Kanzel ihren ursprünglichen Platz gegenüber des bisherigen Standortes erhalten. Nach den Planungen im Vorjahr habe mit den Arbeiten nun ein Prozess begonnen, ergänzt der Pfarrer.

Damit meint er die sich entwickelnde Kostenplanung, die wiederum vom Umfang der Renovierung abhängig sei. Derzeit gehe man von 468.000 Euro Kosten aus, dies sei aber nur eine vorläufige Schätzung. In den nächsten Tagen kommt ein Architekt, dann könne die Prognose laut Wischnath konkretisiert werden. Das es bei den Arbeiten durchaus zu Veränderungen der Planung und Überraschungen kommen wird, sei normal, sagt Wischnath.

Denkmalschutz beachten

So werde der Denkmalschutz nur ein Aspekt in diesem Zusammenhang sein. Wischnath weiß, wovon er spricht, die jetzigen Arbeiten in der Breunaer Kirche seien sein viertes Renovierungsprojekt, sagt der 54-Jährige. Er betrachte es als spannende Aufgabe, diesen Prozess zu begleiten. Ebenfalls begleitet wird die Renovierung von Hermann Döring. Der 74-Jährige ist quasi Urgestein, gute Seele und Bauexperte in Personalunion. Seit über 30 Jahren ist er im Kirchenvorstand und wenn etwas anfällt, sind er und seine Helfer sofort vor Ort, sagt Wischnath über seinen treuen Begleiter.

Er stellt quasi das Bindeglied zwischen Architekt, Pfarrer und Gemeinde dar. Er sei froh, dass es ihn gibt, ohne ihn wäre vieles nicht so laufen und möglich, ergänzt der Pfarrer.  artikel unten

Quelle: HNA

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