Breuna will zur Vorbereitung auf Flüchtlinge Arbeitskreise bilden

Sie alle wollen die Flüchtlinge unterstützen: Knapp 50 Menschen kamen in das Dorfgemeinschaftshaus Breuna, um sich ehrenamtlich zu engagieren. Sie trugen sich alle in Listen ein. Foto:  Wüllner

Breuna. Um gut auf die Ankunft von Flüchtlingen vorbereitet zu sein, sollen in Breuna Arbeitskreise gebildet werden.

Der Hauptamtsleiter der Gemeinde Breuna, Walter Schmand, wurde nun offiziell als Flüchtlingsbeauftragter der Gemeinde vorgestellt. Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann, SPD, hatte zu einer Versammlung ins Rathaus eingeladen.

Die vielen Rückmeldungen machten aber schon im Vorfeld deutlich, dass der Sitzungssaal im Rathaus gar nicht ausreichen wird und so fand die Veranstaltung im angrenzenden Dorfgemeinschaftshaus statt. Und tatsächlich war die Resonanz sehr groß: Fast 50 Menschen kamen dorthin, um sich für die bevorstehenden ehrenamtlichen Aufgaben zu informieren.

Die im Januar erwarteten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, die in die ehemalige Gaststätte „Am Rathaus“ einziehen werden, werden rund um die Uhr vom Waldeckschen Diakonissenhaus Sophienheim Bad Arolsen (WDS) betreut. Sie sollen sie in Breuna herzlich begrüßt werden, beschlossen die Anwesenden. WDS-Pfarrer Oswald Beuthert bat darum, alle Aktivitäten zentral zu steuern und mit den WDS-Mitarbeitern abzustimmen.

Klaus-Dieter Henkelmann gab bekannt, dass der Landkreis Kassel die ehemalige Schule in Wettesingen angemietet habe, um dort eine Flüchtlingsfamilie unterzubringen. Es gebe zudem weitere Angebote von Privatleuten, Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Das Landkreis werde das je nach Bedarf regeln. „Wenn es so kommt, dass wir mit einem Mal 50 Menschen aufnehmen müssen, werden wir sie auf die Ortsteile aufteilen“, sagte Henkelmann. Bis jetzt wisse er nicht, wie viele kommen werden, auch nicht wann. Aber er lege großen Wert darauf, entsprechend vorbereitet zu sein. Klar sei bisher nur, dass es auf jeden Fall keine Erstaufnahme-Flüchtlinge sein werden.

Bei einem nächsten Treffen im neuen Jahr, wollen sich die Ehrenamtlichen in den Arbeitkreisen Sprache, Integration, Verwaltung, Ausstattung und Alltagsbegleitung Gedanken darüber machen, was Flüchtlinge für einen guten Start und eine gute Begleitung brauchen.

Walter Schmand kündigte zudem an, dass es Schulungen durch Fachpersonal geben werde. Schmand hat sich schon intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt. Und er erklärte, dass er die Aufgabe gerne übernommen habe und sich sehr darauf freue.

Quelle: HNA

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