Brieftaubenfreunde trafen sich in Breuna zur Präsentation ihrer schönsten Tiere

Stolze Besitzer: Taubenverein-Vorsitzender Felix Cöster (links) und Wolfgang Büttner.

Breuna. Munter gurrten sie am Wochenende im Saal des Gasthauses Wiegand vor sich hin, die Grauen, Blauen, Gelben, Roten oder Schwarzen, wie sie kurz genannt werden. Einmal im Jahr nämlich zeigt der Breunaer Brieftaubenverein seine kleinen Prachtexemplare, die dann graziös in ihren kleinen Käfigen auf und ab stolzieren, als seien sie sich ihrer Schönheit durchaus bewusst.

Zwei der 110 ausgestellten Jungtauben dürfen sich nun auch ganz offiziell „die Schönsten“ nennen, denn Preisrichter Walter Jeppe aus Immenhausen hat sie schon am Freitagabend anhand bundesweit festgelegter Richtlinien beurteilt. Neben des Gesamteindrucks im Käfig ging es ihm dabei vor allem um die Beurteilung in der Hand.

Genaue Beurteilung

Ganz genau schaute er auf Knochenbau, Brustbein und Beckengabelung, nahm Form und Festigkeit des Rückenbaus unter die Lupe, begutachtete Gleichgewicht und Harmonie von Körperbau und Muskulatur, um nach einer letzten Einschätzung von Gefieder, Flügel und Schwanz seine Gesamtbewertung auf die kleinen Kärtchen zu schreiben, die zur Ausstellung am Wochenende die Käfige zierten. Die Schönheitskönig, somit das prachtvollste weibliche Tier, kommt aus der Schlaggemeinschaft Budde und Schomberg, der schönste Standardvogel entstammt der Schlaggemeinschaft Hoff und Wittmer.

Siegertauben gezeigt

Doch auch die übrigen Tauben haben in den zurückliegenden Monaten ihre Besitzer glücklich gemacht, sind es doch allesamt Siegertauben der Saison, die ihre Tauglichkeit bei Flügen bis zu 300 Kilometer gezeigt haben. „Die im Frühjahr gezogenen Jungtiere werden von uns Züchtern langsam an die Reisebedingungen herangeführt“, erklärt Werner Hoff, langjähriger Kassierer des Brieftaubenvereins. „Die ersten Trainingsflüge werden aus etwa zwei Kilometern Entfernung geprobt, dann wird die Entfernung in kleinen Schritten gesteigert, bis sie in der Reisevereinigung Hofgeismar ihre Preisflüge haben.“

Der erste Freiflug umfasse in der Regel 100 Kilometer, ältere Tiere könnten aber auch bis zu 600 Kilometer und mehr fliegen. „Es ist immer ein tolles Gefühl, wenn sie wieder zurück kommen, Gänsehaut pur“, schwärmt Hoff.

Quelle: HNA

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