Jede Menge Arbeit: Weihnachtszeit ist Hochzeit im Treysaer Zustellstützpunkt der Post

Sie bringen die Geschenke

Bringt seit 26 Jahren die Post: Klaus Westermeier sortiert die Briefe vor, den Löwenanteil der Arbeit machen in der Vorweihnachtszeit allerdings die Pakete aus. Fotos:  Schittelkopp

Schwalmstadt. 7.30 Uhr: Im Treysaer Zustellstützpunkt der Post herrscht emsiges Treiben. Sobald der Lieferwagen mit den Briefen aus Kassel und der Laster mit den Paketen aus Staufenberg morgens ankommen, geht die Arbeit los. Dann sortieren die Mitarbeiter Briefe und verladen jede Menge große und kleine Päckchen in ihre Fahrzeuge. Besonders in den Wochen und Tagen vor Weihnachten haben sie alle Hände voll zu tun.

Klaus Westermeier, seit 26 Jahren bei der Post beschäftigt, ordnet die Briefe für seine Tour. Er trägt im Bezirk rund um das Treysaer Amtsgericht aus. „Die Vorweihnachtszeit merken wir enorm“, sagt er. Denn die Zusteller bringen nicht nur Briefe und Karten in die Haushalte sondern auch Pakete – die dürfen bis zu 20 Kilogramm wiegen. Eine Tour umfasst 700 bis 800 Haushalte. „Da ist man abends schon echt müde“, sagt Westermeier, doch die Arbeit macht ihm Spaß: „Ich bin viel draußen und habe Kontakt zu den Kunden.“ Das will er nicht gegen einen Job im Büro eintauschen.

In der Vorweihnachtszeit arbeiten 40 Männer und Frauen im Treysaer Zustellstützpunkt, unter ihnen sind auch Aushilfen und Studenten. Die Post für 29 Bezirke in der Region Schwalm wird von Treysa aus verteilt. Die meisten Mitarbeiter liefern Briefe und Päckchen aus, ein Mitarbeiter fährt nur Pakete und ein Mann bringt im Zentrum von Treysa die Post mit dem E-Bike. 6500 Pakete pro Woche werden normalerweise verteilt. „In der Vorweihnachtszeit sind es doppelt so viele“, weiß Dieter Mangel, Leiter des Stützpunkts. Die klassische Weihnachtskarte sei hingegen auf dem Rückzug.

„Ich bin arbeiten gewohnt“, sagt Edgar Zakostelezky und lächelt, während er Pakete in seinen Transporter hievt. 180 Sendungen wird er an diesem Tag im Zentrum Schwalmstadts ausliefern – eine Sackkarre ist dabei sein bester Helfer. Das größte Lob für Edgar Zakostelezky ist, wenn seine Kunden sagen: „Ach, Sie sind ja schon da.“ Das Einkaufsverhalten der Menschen hat sich verändert, das wird besonders vor Weihnachten deutlich. Alles wird im Internet bestellt, neben Geschenken auch Autoreifen, Katzenstreu, Matratzen und sogar Brennholz.

170 Kilogramm bringt das beladene E-Bike von Raimund Joachim auf die Waage. Er fährt das ganze Jahr über mit purer Muskelkraft und einem kleinen Elektroantrieb in Treysa die Post aus. „Ich brauche kein Fitnessstudio“, sagt er und radelt los. Gegen 9.30 Uhr fliegen die Postzusteller aus und kommen erst zurück, wenn ihre gelben Autos oder Fahrräder leer sind.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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