Beiseförther Konfirmanden backten für guten Zweck – Aktion der Landeskirche

Mit Brot gegen die Not

Mit Brotschieber: Pfarrer Henning Reinhardt (links) holt das Brot aus dem Ofen. Die Konfirmanden beteiligten sich an der Aktion „5000 Brote“. Foto: Grenzebach

BEISEFöRTH. „Sauerteig, 70 Prozent Roggen, 30 Prozent Weizen, Salz, Hefe und Wasser. Das sind die Zutaten für unser Roggenmischbrot, das wir heute Morgen backen wollen.“ So startete Bäckermeister Mathias Sandrock und legte gleich in der Backstube los. Pünktlich um 8.30 Uhr trafen sich am Samstag die 21 Konfirmanden der Kirchengemeinde Beiseförth-Malsfeld mit Pfarrer Henning Reinhardt und Jugendarbeiter André Teumer-Weißenborn vor der Bäckerei Achim Theis in Beiseförth.

Die Jugendlichen machten beim Projekt „5000 Brote. Konfis backen Brot für die Welt“ mit. Die Arbeitsstelle „Kirche und Arbeitswelt“ der Landeskirche hatte dazu eingeladen. „Ich habe gleich dort angerufen und gefragt, ob es auch einen Bäcker hier gibt, der mitmacht“, erklärt der Pfarrer. Achim Theis sei gleich dazu bereit gewesen.

„Als ich mit Theis über unser Vorhaben geredet habe, ging ich von etwa 30 bis 40 Broten aus, die wir backen wollten. Doch Theis meinte, dass es sich dafür gar nicht lohnt, den Ofen anzumachen, und er schlug vor, 180 Brote zu backen.“

Hinter der Aktion steckten mehrere Ideen: So sollten die Konfirmanden das Handwerk des Bäckers kennenlernen. Deshalb erklärte und zeigte Bäckermeister Mathias Sandrock mit viel Geduld Schritt für Schritt, wie das Roggenmischbrot entsteht. Er erklärte Unterschiede zwischen dem Roggen- und Weizenmehl, mischte den Teig, ließ die Jugendlichen selbst Hand anlegen.

Aber auch um theologische Themen und Fragen ging es. Zum Beispiel: „Was brauche ich im Leben wirklich?“ Gedanken zur Schöpfungsgeschichte mit Blick auf das Erntedankfest sollten im Anschluss an den Backvormittag von den Konfirmanden noch einmal überdacht werden.

Das Brot, das bei Bäcker Theis entstand, dient einem guten Zweck. Am Sonntag sollte es nach dem Erntedank-Gottesdienst auf dem Beiseförther Hof der Familie von Werder verkauft werden. Ein 750 Gramm schweres Roggenmischbrot kostete dabei 2,50 Euro.

Der Erlös geht an „Brot für die Welt“, die die in Kolumbien tätige Fundación Creciendo Unidos (Stiftung „Gemeinsam Wachsen“) unterstützt. Diese finanziert Schulen, in denen Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen versorgt und aufgenommen werden. Während das Brot im Ofen backte, fertigten die Konfirmanden noch mit Bäckerin Denise Gänswirth Nussecken und weiter Leckereien an.

Diese und das Brot wurden von der Bäckerei Achim Theis komplett gesponsert. Der Kuchen war ebenso für das Erntedankfest am Sonntag gedacht.

Dann kam der große Augenblick. In der Backstube roch es schon nach frischem Brot. Bäckermeister Sandrock packte den mächtigen Brotschieber und holte die ersten goldbraun gebackenen Brote aus dem Ofen. Über 150 Brote waren es dann am Ende der Aktion.

Von Christina Grenzebach

Quelle: HNA

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