Brücke in Caßdorf wird nicht abgerissen - Fahrbahn soll verbreitert werden

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Noch immer gesperrt: Die Fahrbahn soll im Kurvenbereich verbreitert werden, damit bald auch wieder Busse und Schwerverkehr über die Brücke gelangen können. 

Caßdorf. Noch immer ist die Ohebrücke in Caßdorf für den Schwer- und Busverkehr gesperrt, Fußgänger müssen eine Behelfsbrücke nutzen, um über den Fluss zu gelangen. Jetzt wurde eine Lösung für die Brücke gefunden, teilt Kreissprecher Stephan Bürger auf HNA-Anfrage mit.

Die Brücke muss nicht abgerissen werden. Die Fahrbahn soll um etwa 50 Zentimeter verbreitert werden.

Um den Kurvenbereich aus Richtung Homberg zu verbreitern, müsse zunächst ein etwa drei Meter langes Teilstück der Brückenkappe sowie des Gehweges auf einer Breite von einem halben Meter zurückgebaut, also abgebaut, werden, so Bürger. Brückenkappen schützen die Randbereiche von Brücken. Sie dienen etwa dem Schutz der tragenden Konstruktion und zur Befestigung von Geländern sowie als Fußgängerweg. So könne im Anschluss die Fahrbahn zum Fluss hin ein Stück verbreitert werden – und zwar um etwa einen halben Meter. Dann hätten der Schwer- und Busverkehr wieder genug Platz, um über die Brücke zu gelangen, ohne über den Gehweg zu fahren und Fußgänger zu gefährden.

Deshalb wird auch der Gehweg weiter in der bereits vorhandenen Breite über die Brücke führen. Die Idee, ihn außen an der Brücke entlangzuführen, wird nicht umgesetzt, sagt Bürger. Wann mit den Arbeiten genau begonnen werden kann, stehe noch nicht fest. Die zuständige Baufirma habe aber zugesagt, „dass die Arbeiten in Kürze aufgenommen werden“. „Ein genaues Datum kann nicht genannt werden“, sagt Bürger. Der Landkreis geht aber davon aus, dass die Brücke Anfang Juni wieder freigegeben werden kann.

Für die erneuten Arbeiten soll es zunächst keine zusätzliche Sperrung geben. Sie sollen weitestgehend mit der bestehenden Sperrung umgesetzt werden können. „Eine Vollsperrung kürzerer Dauer ist für die Asphaltierungsarbeiten vorgesehen“, so der Sprecher des Landkreises.

Im Januar berichtete Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann, dass geprüft werde, wer für den Fehler verantwortlich ist und wer anfallende Kosten übernehmen müsse. Das ist laut Stephan Bürger jetzt klar: „Die erneut anfallenden Kosten werden durch die Baufirma und das Planungsbüro getragen.“ Denn Nachbesserungen von sogenannten Bauausführungsfehlern würden grundsätzlich von den Verursachern erledigt.

Die Brücke war im November nach acht Monaten Bauzeit wieder für den Verkehr freigegeben, aber schon kurz darauf für Schwer- und Busverkehr gesperrt worden. Durch einen neuen Gehweg, der die Überquerung der Brücke für Fußgänger sicherer machen sollte, war die Fahrbahn zu eng geworden. Die Sanierung des Bauwerks sollte ursprünglich 570 000 Euro kosten.

Quelle: HNA

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